Tiere und Pflanzen unter Wasser gefilmt

Filmabend mit Horst Bust

7. Oktober 2017

Ein Männchen des Teichmolches im Wasser (Foto: Marcel Majchrzak)
Ein Männchen des Teichmolches im Wasser (Foto: Marcel Majchrzak)

Wir laden alle Naturfreunde und Interessierte zum Filmabend "Umweltschutz auch unter Wasser" am Freitag, den 10. November um 18 Uhr in das Hotel Domicil in der Friedrichstraße 98a in Schönebeck ein. Horst Bust aus Schönebeck wird seine Erlebnisse als vertonte Amateurfilmaufnahmen zeigen, die er in über 50 Jahren als Taucher zusammengestellt hat. Alle Aufnahmen wurden in der Natur angefertigt und bringen die Tier- und Pflanzenwelt unserer heimischen Gewässer, wie aus der Alten Elbe zwischen Plötzky und Magdeburg, den Steinbrüchen und den Harzer Flüssen aus der Unterwasserperspektive näher.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. 

Besichtigung Projekt Untere Havel

Exkursion nach Havelberg

26. September 2017

Unsere Gruppe während der Schifffahrt auf der Havel. Rechts vorn Rocco Buchta, Flussexperte des NABU und Leiter des Havel-Projekts.
Unsere Gruppe während der Schifffahrt auf der Havel. Rechts vorn Rocco Buchta, Flussexperte des NABU und Leiter des Havel-Projekts.
Einige aus unserer NABU-Gruppe besuchten am vergangenen Wochenende Havelberg. Einquartiert im Erlebnispädagogischen Centrum Havelberg (kurz: ELCH) ging es nach einer kurzen Stärkung (Dank an Gudrun Sommerfeld und Christa Schmidt) zum "Haus der Flüsse". Dort erhielten wir eine Führung durch das zur BUGA 2015 errichtete Informationszentrum des Biosphärenreservates "Mittelelbe". Wie Gudrun Edner mitteilt, waren alle sehr begeistert von der anschaulichen, interessanten Ausstattung des Hauses sowie von der sehr ausführlichen und fachlichen Führung. Das Haus mit seinen interessanten modernen Möglichkeiten spricht alle Besucherschichten an. Nach der gemeinsamen Verköstigung in der Gaststätte "Zum Fährhaus" klang der Abend in gemütlicher, lustiger Runde unter freien Himmel an einer Feuerschale aus.
 
Der Sonntag fing mit einem regnerischen, trüben Tag an, der aber später aufhellen sollte. Nach einem gemeinsamen Frühstück, ging es auf ein kleines Schiff des Arthotels. Ein Ofen sorgte für behagliche, angenehme Temperaturen. Frisch belegte Fischbrötchen von einer Fischräucherei, sorgten für das persönliche Wohlergehen auf der Schifffahrt. Das besondere dieser Fahrt war, das unsere Gudrun Sommerfeld den Leiter des NABU-Havelprojekts, Rocco Buchta als fachliche Begleitung gewinnen konnte. Anhand der von ihm verteilten Informationsbroschüren, konnten wir seinen Erläuterungen zu den jeweiligen Havelabschnitten, die wir gerade durchfuhren, vergleichen. Sachlich, humorvoll und mit so einigen Anekdoten gespickt lauschten wir seinen Ausführungen zur Umsetzung des Projekts Renaturierung der Unteren Havel. Welch ein großes und für die Natur tolles Vorhaben! Einem Fluss seine Lebendigkeit zurückgeben ist nicht nur ein Gewinn für Fauna und Flora. Wir konnten auf der Schifffahrt schon viele Meter Ufer sehen, die vom Deckwerk befreit und Altarme, die wieder an den Hauptstrom angeschlossen wurden oder noch werden. Neue Inseln und Sandbänke entstanden oder werden noch entstehen, eine intakte Weichholzaue. Der Fluss wird wieder zudem was er ist - ein lebendiger Fluss!
Die Umsetzung des Projekts setzt viel Beharrlichkeit, Engagement, starke Nerven und das Zusammenspiel vieler Akteure vor Ort, Verbänden und Ämtern verschiedener Ebenen. Das die Natur es dankt, konnten wir persönlich sehen. Eine herrliche Naturlandschaft mit einer reichen Vogelwelt. Neben Schwänen, Komoranen, Grau- und Silberreihern, konnten wir mehrere Seeadler sehen.
Unser Dank gilt Rocco Buchta, der sich an dem Sonntag die Zeit nahm, uns das Havelprojekt so wunderbar, erlebbar nahe zu bringen. Wir wünschen ihm alles Gute und weitere Erfolge in seiner mit Herzblut geführten Arbeit.
 
Dass unsere NABU Gruppe so ein tolles und erlebnisreiches Wochende erleben konnte, ist dem Organisationstaltent von Gudrun Sommerfeld zu verdanken. Allen Teilnehmer der Exkursion hat der Ausflug nach Havelberg sehr gefallen und wir sagen ein ganz herzliches Dankeschön an Gudrun Sommerfeld.
Text und Fotos: Gudrun Edner

4. Batnight in Elbenau

8. August 2017

Am Informationsstand (Foto: Gudrun Edner))
Am Informationsstand (Foto: Gudrun Edner))

Zum 22. Mal fand traditionell am letzten Wochenende im August die Fledermausnacht (Batnight) in ganz Europa statt. Auch wieder in Schönebeck. Gemeinsam mit der Waldschule in Elbenau veranstalteten wir zum vierten Mal auf dem Gelände der Schule die Fledermausnacht. Gut 80 große und kleine Teilnehmer folgten der Einladung und nutzten den lauen Sommerabend zu einem Besuch. 

 

 

 

An mehreren Stationen konnten die Besucher sich über die in Deutschland geschützten und seltenen Fledermäusen informieren, "eigene Fledermäuse" basteln und Fledermauskästen bauen. Besonders beliebt war das Zimmern der Kästen, die aus einem Fledermausbausatz angefertigt wurden. Natürlich wurden sie von uns unterstützt. Aber auch für die künstlerischen Kreativen war etwas dabei. Fledermausvorlagen erhielten mit Hilfe von Pinsel und Farben einen interessanten Anstrich. Die kleinen Künstler hatten dann mit ihrer "Fledermaus" einen abendlichen Begleiter.

 

Zur Einstimmung auf den Ausflug der Mückenfledermäuse, die im alten Heizhaus eine Wochenstube bewohnen, hielt Matthias Bley vom Büro für Akustik und Fledermauskunde Bernburg einen Vortrag über Fledermäuse.

 

Höhepunkt war dann natürlich der Ausflug der kleinsten unserer heimischen Fledermausarten. Mit Einbruch der Dunkelheit stieg daher die Spannung als die ersten Fledermäuse ihr Quartier verließen. Ein wunderbarer Abschluss dieser Fledermausaktion.

 

Es ist allen Teilnehmern, die zum Gelingen dieses Fledermausaktion beitrugen zu danken.

 

Weiterer Bericht und tolle Bilder zur Batnight in Elbenau  

 

Fotos: Gudrun Edner

 

Brutsaison beendet

Zweiter Altvogel stammt aus Thüringen

5. August 2017

Die beiden beringten Altvögel im August (Foto: Agnes Schulz)
Die beiden beringten Altvögel im August (Foto: Agnes Schulz)

Die Brutsaison bei den Weißstörchen auf dem Horst des Daches der St. Laurentii Kirche in Schönebeck-Frohse ist erfolgreich beendet! Wie uns Agnes Schulz mitteilte, haben die drei jungen Adebare des Nest verlassen. Sie hat die Familie Ende Juli künstlerisch interessant mit der Kamera festgehalten - siehe Bilder unten. 

Nur noch selten kommen die Altvögel zum Nest zurück, wie links auf dem Bild zu sehen. Übrigens konnte nun endlich von der Vogelwarte Hiddensee übermittelt werden, was sich hinter der Ringnummer DEH-HM974 verbirgt: es handelt sich um einen im Juni 2014 in Breitungen (Thüringen) beringten Storch. Wie Ringablesungen zeigen, hielt er sich seit 2015 in der Region auf (Kottorf im Landkreis Börde, bei Braunschweig). Der Westzieher verbringt den Winter anscheinend in Spanien. Das Paar in Frohse kam also aus Thüringen und Hessen. Zur Brutsaison 2017 und zu den vorherigen Jahren

 

Auch der Nistkasten der Turmfalken ist leer - die Jungen Greifvögel sind ebenfalls ausgeflogen.

 

Fotos: Agnes Schulz   

Basteln mit Kindern und Kräuter sammeln beim ELSA

Gudrun Edner und Maria Walz beim Elbe-Saale-Camp in Barby

30. Juli 2017

Gut erkennbar - das Elbe-Saale-Camp (Foto: Gudrun Edner)
Gut erkennbar - das Elbe-Saale-Camp (Foto: Gudrun Edner)
Letzten Mittwoch hat Gudrun Edner unsere NABU Gruppe beim Elbe-Saale-Camp vertreten. Sie war Teil des Wochenprogramms des vom Elbe-Saale-Bündnisses organisierten mittlerweile 25. (!) Camps. Hier ihr Bericht:
"Der Tag fing mit heftigem Regen an, so dass ich mit Maria Walz, die mich sehr tatkräftig unterstützt hat, und dem gesamten Material für Linolschnitt und Sandbildern auf Hinweis von Jutta Rösseler (Organisatorin) zum Hort des Vereines Nestwärme in die Grundschule Barby gefahren bin. Hier warteten ab 10 Uhr die Ferienkinder des Hortes auf uns. Wegen des starken Regens konnten die Kinder nicht zum Camp kommen, so kamen wir eben zu den Kindern.
Hier gab es mehrere Stationen! Mitglieder des Elbe-Saale-Camps bastelten mit den Kindern Windspiele aus Muscheln. Maria zauberte mit den Kindern aus Sand und Gartenerde Sandbilder, während ich die Station Linolschnitt betreute. Hier konnten die Kinder eigene Linolschnitte herstellen oder auf schon von mir vorhandene Druckmotive zurückgreifen. Aber auch wunderschöne, gepreßte Blätter standen zur Auswahl, so dass die Hortkinder die Wahl hatten. Hier konnten sie nach Herzenslust sich an den Farben ausprobieren und staunten über die fertigen eigenen Arbeiten, die sie mit nach Hause nehmen konnten. Eine Kopie ihrer Arbeiten wurden auf ein A 3 Blatt gedruckt, so dass ein wunderschönes buntes Blatt entstand, was auf einen Pappkarton geklebt wurde. Mara Walz dekorierte die Seitenflügel noch mit anderen Arbeiten und Naturmaterialien. Ein schönes Ergebnis dieser Aktion mit Ferienhortkindern, was dann im Elbe-Saale-Camp ausgestellt wird.
 
Nachmittags trafen wir dann von der Grundschule Barby kommend im Elbe-Saale-Camp ein, wo dann der Regen fast ganz aufgehört hatte. So konnte meine Kräuterwanderung über die Elbwiese starten. Es gab viele Fragen und einen regen Gedankenaustausch in lockerer, angenehmer Athmosphäre, wo uns so manches Kräutlein in Erstaunen versetzt hat. Zurück zum Camp, wurde als Abschlusshöhepunkt die von mir und Maria mitgebrachten Kräuter auf den Tisch gestellt. Jeder fasste zu und im nu waren Zwiebel,  Dill,  Petersilie, Vogelmiere,  Schnittlauch und Liebstöckel kleingeschnitten und in Quark untergerührt. Gleich wurde das Knäckebrot mit diesem leckeren Brotaufstrich versehen und verteilt, was allen gut schmeckte, zu meiner Freude. Wir haben uns im Camp sehr wohlgefühlt.
 
Wir wünschen dem Elbe-Saale-Camp, was sein 25jähriges Bestehen in diesem Jahr begeht, viele Besucher, Resonanz und Aufmerksamkeit der Bevölkerung.
Wir sagen Danke für Ihre Engagement und wünschen dem Elbe-Saale-Camp noch einige erlebnisreiche Aktionstage und einen wunderbaren Abschluss.
Fotos: Gudrun Edner und Maria Walz

Vortrag über Streuobstwiesen

Gudrun Edner folgt Einladung der Volkssolidarität Elbenau

12. Juli 2017

Es hat Gudrun Edner (li.) sichtlich Spass gemacht! Frau Ohle von der Volkssolidarität Ortsgruppe Elbenau bedankt sich für den Vortrag (Foto: NABU Schönebeck)
Es hat Gudrun Edner (li.) sichtlich Spass gemacht! Frau Ohle von der Volkssolidarität Ortsgruppe Elbenau bedankt sich für den Vortrag (Foto: NABU Schönebeck)

Am Montagnachmittag wurde unsere Gudrun Edner ganz herzlich von der Elbenauer Ortsgruppe der Volkssolidarität empfangen. Auf Einladung der Naturfreunde hat sie sich bereit erklärt, einen Vortrag zu halten. Herr Hein, ehemaliger Mitarbeiter der Volksstimme hielt die Eröffnungsrede und kündigte das Thema an: „Streuobstwiese und heimische Natur“.

 

Anlass war auch die Pflanzung drei junger Obstbäume inmitten des Ortes durch die Freiwillige Feuerwehr Elbenau und die damit verbundene Hoffnung, dass immer mehr Obstbäume dazu kommen, so dass eine richtige Streuobstwiese im Ort entsteht.

 

Gudrun Edner berichtet, dass es eine schöne lockere Atmosphäre war, die auch ein kräftiger Regenguss nichts anhaben konnte. Es wurde über die Bedeutung des Obstes gesprochen, der Pflanzung alter Sorten für die Genressource und der Streuobstwiese für Fauna und Flora. Desweiteren wurde verschiedene Themen aufgegriffen, wie zum nahegelegenen Naturschutzgebiet „Kreuzhorst“, Wolf (übrigens keine Angst unter den Zuhörern!), „Nahrungskarussel“ beim Eisvogel und Zecken.  

 

Mit viel Beifall gab es ein herzliches Dankeschön von der Gruppe und Frau Ohle übergab ein Geschenk im Namen aller an Gudrun Edner.  Auch sie möchte sich für die Aufmerksamkeit und für das nette Geschenk bedanken; ihr hat es Spaß gemacht und sie kommt gern wieder, wenn der Wunsch besteht.

Beim Elbebadetag dabei

Schwalbenfreund ausgezeichnet

9. Juli 2017

Florian Müller (in der Mitte) und seine Freundin erhielten vom NABU Sachsen-Anhalt Plakette und Urkunde "Schwalbenfreundliches Haus".  Michael Wunschik (re.) nahm die Auszeichnung vor (Foto: Thomas Schäfer)
Florian Müller (in der Mitte) und seine Freundin erhielten vom NABU Sachsen-Anhalt Plakette und Urkunde "Schwalbenfreundliches Haus". Michael Wunschik (re.) nahm die Auszeichnung vor (Foto: Thomas Schäfer)

Beim heutigen Elbebadetag waren wir wieder mit einem Infostand vertreten. Seit Jahren nehmen wir an der von der Stadt Schönebeck und den Stadtwerken Schönebeck organisierten Veranstaltung teil und vermitteln Wissen um unsere heimische Natur. Natürlich stehen bei den Besuchern das Schwimmen durch die Elbe und die Bootsrennen ganz oben in der Gunst. Doch viele Besucher nutzten auch die Gelegenheit, um mit uns ins Gespräch zu kommen und sich über Vögel und Insekten zu informieren. Großes Interesse verursachten unsere Vogel- und Insektenpräparate. Wer wollte, konnte sein Wissen an Vogelfedern oder Libellenfotos unter Beweis stellen. Beiträge aus den Vorjahren

 

Der Elbebadetag und das Gelände am Bootshaus "Delphin" mit seinen vielen Brutpaare an Rauch-schwalben in den Bootsunterkünften waren ein ange-messener Rahmen, um Florian Müller und Familie Fabian aus Glinde die Auszeichnung "Schwalben-freundliches Haus" des NABU Sachsen-Anhalt zu überreichen. Auf dem Grundstück der Familie befinden sich sechs Nester der Rauchschwalbe. Das Brüten der fleißigen Insektenjäger und die damit verbundenen Verschmutzungen werden von den Naturfreunden geduldet. Die Plakette wird nun gut sichtbar angebracht, so dass jederman sehen kann, dass hier Toleranz und Verständnis für die immer seltener werden Vögel gezeigt wird. Sehr nachahmenswert!

Übrigens: Schwalbenfreunde können sich jederzeit gern beim NABU Sachsen-Anhalt bewerben (siehe Beitrag und Bewerbungsformular zum herunterladen weiter unten)

 

Alle Info´s zum Elbebadetag auch über uns :-) auf der Startseite der Stadt Schönebeck.

 

Nachfolgend ein paar Impressionen von unserem Infostand (Fotos: Gudrun Edner)

Volksstimme Schönebeck vom 17. Juli 2017 (Heike Liensdorf)
Volksstimme Schönebeck vom 17. Juli 2017 (Heike Liensdorf)

Ausflug

Junge Gartenrotschwänze erstmalig in ihrer neuen Welt

19. Juni 2017

Gudrun Edner hat den Ausflug junger Gartenrotschwänzchen fotografiert!

 

Fotos: Gudrun Edner

Steinmarder zu Besuch

19. Juni 2017

Unserer Gudrun Edner sind wieder seltene Beobachtungen eines nächtlichen Jägers gelungen, die wir nicht vorenthalten wollen. Direkt bei ihr zuhause ließ sich ein Steinmarder blicken. Sie schreibt: "Kaum hat sich das Tageslicht verabschiedet, kommen die nächtlichen kleinen Jäger der Nacht. Die Fledermaus zieht ihre Runden über die Freiflächen des Hofes, da huscht lautlos, auf leisen, schnellen Sohlen der Marder durch sein Stadtrevier. Sichtlich von mir gestört, da irgendwo ein Junges ruft, werde ich von ihm beäugt. Durch Knurren und auf mich zurennen, möchte er mich verjagen, dabei sind die Schnappschüße entstanden. Am nächsten Tag erinnern an diese Begegnungen nur die Hinterlassenschaft, die man dann findet."

 

Fotos: Gudrun Edner

Ergebnisse der "Stunde der Gartenvögel"

Rekordbeteiligung

2. Juni 2017

Bei der Vogelzählung in unserer Nachtigallenoase (Foto:  Madlen Jirmann, Volksstimme Schönebeck)
Bei der Vogelzählung in unserer Nachtigallenoase (Foto: Madlen Jirmann, Volksstimme Schönebeck)

Der NABU Sachsen-Anhalt freut sich über eine neue Rekordbeteiligung bei der 13. Stunde der Gartenvögel, die am zweiten Mai-Wochenende vom 12. bis 14. Mai stattfand. Über 1.500 Vogelfreunde in Sachsen-Anhalt zählten mehr als 41.000 Vögel aus knapp 1.000 Gärten.

Während der Haussperling in Deutschland und Sachsen-Anhalt weiterhin Vogel Nummer eins bleibt und auch die Amsel ihren zweiten Platz vom Vorjahr verteidigen konnte, erreichte der Star in Sachsen-Anhalt wieder den dritten Platz. Danach folgen Blaumeise und Mauersegler. Insbesondere Mauersegler und Mehlschwalbe trotzen dem langfristig abnehmenden Trend und wurden um 88 Prozent bzw. 29 Prozent zwischen Arendsee und Zeitz häufiger gesehen als im Vorjahr. Leider reicht dieses Hoffnungszeichen noch nicht, um von einer Umkehr des Abwärtstrends zu sprechen. Der Verlust von Nistplätzen an Gebäuden und das Insektensterben macht Mauerseglern und Schwalben zu schaffen.

 

Die erhoffte eindeutige Erklärung für das Fehlen vieler Wintervögel in Deutschland konnte die Mai-Zählung übrigens nicht liefern. Lagen die Winterzahlen unserer Meisenarten noch um 30 bis 60 Prozent niedriger als im Vorjahr, sind es nun zur Brutzeit lediglich zehn bis 20 Prozent. Dies passt zur Theorie, dass ein Großteil des Fehlens durch geringen Winterzuzug aus dem Norden und Osten verursacht wurde, auch im Hinblick auf schlechte Bruterfolge 2016. Insgesamt zeige das Ergebnis, dass von den Zahlen eines Jahres nicht sofort auf langjährige Bestandszu- oder -abnahmen geschlossen werden könne, so der NABU.

Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass die im Rahmen der ‚Stunde der Gartenvögel‘ ermittelten Bestandsdaten vor allem durch die jährliche Wiederholung wertvoll werden. Nur langjährige Datenreihen können über wetterbedingte Ausschläge einzelner Jahre hinaus zuverlässige Bestandstrends anzeigen.

 

In Deutschland siegten wie in den letzten beiden Jahren zuvor auch Haussperling vor Amsel und Kohlmeise. Bundesweit haben sich 60.000 Vogelfreunde beteiligt.

 

Der NABU bedankt sich bei den 1.515 Teilnehmern in Sachsen-Anhalt. 41.679 Vögel aus 985 Gärten wurden zur Auswertung gemeldet. Die meisten Vögel wurden in den Landkreisen Saalekreis, Salzlandkreis, Börde, Harz, Burgenlandkreis und Mansfeld-Südharz gezählt.

 

Im Salzlandkreis zählten 175 Vogelfreunde 4.611 Vögel. Es gewann auch hier der Haussperling vor der Amsel; jeoch belegte der Feldsperling den dritten Platz.

 

Auch wir luden wieder zum gemeinsamen Zählen in die NABU-Nachtigallenoase ein und registrierten dort 36 Vögel aus 20 Arten. Im Einzelnen: zwei Grünfinken, ein Buchfink, ein Girlitz, zwei Stare, zwei Amseln, zwei Mönchsgrasmücken, eine Klappergrasmücke, eine Dorngrasmücke, vier Haussperlinge, vier Rauchschwalben, vier Mauersegler, eine Kohlmeise, eine Nachtigall, ein Hausrotschwanz, ein Zilp-Zalp, zwei Ringeltauben, zwei Rabenkrähen, zwei Rotmilane, ein Turmfalke und ein Sperber.

 

Weitere Ergebnisse zur NABU-Aktion insgesamt, zu unserem Bundesland und Landkreisen unter www.stunde-der-gartenvoegel.de. Hier können auch die Ergebnisse der letzten Jahre eingesehen werden.

Schwalbenfreunde gesucht

Ranies erhält die ersten Auszeichungen von uns in diesem Jahr

19. Mai 2017

Rauchschwalbe (NABU Fotoclub/ Gaby Schröder)
Rauchschwalbe (NABU Fotoclub/ Gaby Schröder)

Der NABU Sachsen-Anhalt Jahr ruft auch in diesem Jahr wieder Schwalbenfreunde auf, bei der NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ mitzumachen. Wer mit Schwalben in enger Nachbarschaft lebt, sie toleriert, sich an ihnen erfreut und um deren Schutz sich bemüht, kann sich um die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ bewerben.

 

Die Rauchschwalben sind in Sachsen-Anhalt bereits eingetroffen und auch die kleineren Mehlschwalben treffen derzeit ein. Viele Menschen warten schon sehnsüchtig auf „ihre“ Schwalben. Der NABU möchte mit der Auszeichnung von Gebäuden, in oder an denen Schwalben nisten, um Toleranz und Verständnis aber auch Akzeptanz für die Vögel werben und auf schwindende Brutmöglichkeiten hinweisen. 2012 startete erstmalig die NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ mit freundlicher Unterstützung des Umweltministeriums Sachsen-Anhalt.

 

Der NABU Sachsen-Anhalt zeichnete in den letzten fünf Jahren 612 Schwalbenfreunde landesweit aus. Besonders erfreulich ist, daß sich neben Bürgern mit ihren privaten Wohnhäusern und Ställen, Scheunen, Garagen, Werkstätten oder Schuppen auch Betriebe, Kindergärten und Schulen, aber auch Pferdehöfe, Tankstellen, Hotels/ Pensionen und Gaststätten für den Schwalbenschutz engagieren. Die meisten Bewerber kamen im letzten Jahr aus den Landkreisen Salzlandkreis, Wittenberg, Anhalt-Bitterfeld und Harz. Insgesamt 136 Schwalbenfreunde aus Sachsen-Anhalt hatten sich im letzten Jahr für die Auszeichnung beworben.

Auch in Schönebeck und Barby mit ihren Ortsteilen sowie im Bördeland wurden Auszeichnungen vorgenommen. Wir unterstützen die Aktion auch in diesem Jahr wieder und haben in Ranies die ersten Auszeichnungen im Auftrag des Landesverbandes vorgenommen (siehe Artikel Volksstimme Schönebeck eiter unten).

 

Nach dem Naturschutzgesetz ist es übrigens verboten, die Nester zu entfernen oder die Vögel am Anflug zum Nest zu hindern; die Nester sind das ganze Jahr über geschützt, auch außerhalb der Brutzeit! Befinden sich am oder im Gebäude Schwalbennester, die durch das "Einrüsten", den Abriss von Gebäudeteilen oder durch Sanierungsarbeiten in Mitleidenschaft gezogen werden, so ist die Untere Naturschutzbehörde des Salzlandkreises darüber zu informieren. Sie klärt dann, ob und unter welchen Bedingungen eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden kann.      

 

Der NABU Sachsen-Anhalt erwartet auch für 2017 viele Bewerbungen im Rahmen der NABU-Aktion "Schwalbenfreundliches Haus". Verliehen werden eine ansprechende wetterfeste Plakette zur Anbringung an der Hauswand sowie eine Urkunde.

 

Das Bewerbungsformular kann telefonisch beim NABU Sachsen-Anhalt unter 0391-5619350, per E-Mail beim NABU Sachsen-Anhalt Mail@NABU-LSA.de oder einfach bei uns herunterladen (siehe nachfolgende Datei!). Weitere Infos zur Aktion

 

Info:

Mehl- und Rauchschwalben leisten in den Dörfern einen wichtigen Beitrag, auch für die Lebensqualität des Menschen, denn sie ernähren sich ausschließlich von fliegenden Insekten. Die Hinterlassenschaften von Mehlschwalben auf Häuserfassaden führen jedoch des öfteren zu Diskussionen von Hausbesitzern. Schmutzabweisende Fassadenfarben verhindern den Neubau der Lehmnester. Leider werden auch bei Haussanierungen Nester entfernt – häufig gar widerrechtlich. Die vor allem in Ställen nistenden Rauchschwalben haben dagegen Probleme, weil moderne Stallanlagen entweder verschlossen sind oder nicht den Lebensraumansprüchen der Schwalben genügen.

 

Beiträge zur Aktion aus Schönebeck und Umgebung 

Bewerbungsformular NABU- Aktion "Schwalbenfreundliches Haus"
Das einseitige Formular bitte ausfüllen und mit ein paar Bildern an den NABU Sachsen-Anhalt senden. Gern können Sie noch zusätzliche Zeilen Ihres Engagements im Schwalbenschutz beifügen.
Bewerbungsformular.pdf
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Volksstimme Schönebeck vom 19. Mai 2017 (Madlen Jirmann) Plaketten und Urkunde werden von den drei Mädchen in der Mitte hochgehalten!
Volksstimme Schönebeck vom 19. Mai 2017 (Madlen Jirmann) Plaketten und Urkunde werden von den drei Mädchen in der Mitte hochgehalten!

Mit dem "Wald"-Schulz ins Moor

Exkursion ins Jemmeritzer Moor

10. Mai 2017

Teilnehmer der Wanderung im Naturschutzgebiet "Jemmeritzer Moor" (Foto: Martina Ebeling)
Teilnehmer der Wanderung im Naturschutzgebiet "Jemmeritzer Moor" (Foto: Martina Ebeling)

Letzten Sonnabend trafen sich Mitglieder der NABU Gruppe Schönebeck und Calbe sowie befreundete Naturfreunde in Jemmeritz (Ortsteil der Stadt Kalbe, Altmarkkreis Salzwedel), um das dortige Naturschutzgebiet (NSG) "Jemmeritzer Moor" kennenzulernen. 19,8 ha des NSG (20,65 ha) hat die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe erworben. Die NABU-Flächen des schon zu "DDR-Zeiten" als NSG ausgewiesenen Gebietes wird von Frank Schulz im Auftrage des NABU betreut. Er und Wildbiologin Antje Weber vom Büro Wildforschung & Artenschutz Jeggau begrüßten die 16 Teilnehmer am alten Forsthaus Jemmeritz und führten uns durch das Gebiet. Der "Wald"-Schulz, wie sich Frank Schulz aufgrund der namentlichen Verwechslungsgefahr in der Region und seiner jahrzehntelangen Liebe zum Wald nennt, konnte seinen großen Wissenschatz über den Jemmeritzer Wald und die Jagd während des Spazierganges immer wieder unterhaltsam und sympathisch vermiiteln. Interessant ist, dass die bereits naturnahen Flächen ohne forstwirtschaftliche Eingriffe bis auf notwendige Sicherungsmaßnahmen entlang des Wanderweges unterbleiben - so hat das Gebiet den Charakter eines "urigen" Waldes. 

Super ergänzt durch die lebendigen und interessanten Ausführungen von Antje Weber zur Wildforschung, insbesondere zum Iltis, waren die gut zwei Stunden am Vormittag auch schon vorbei. Beide wurden, nach einem gemeinsamen Imbiss im Wald-Café, mit regionaltypischen Geschenken, Blümchen und einem herzlichen Dank verabschiedet.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei den beiden "eingespielten" Gebietskennern sowie bei der Frau vom "Wald"-Schulz, Martina Ebeling, für den gelungenen Vormittag bedanken.

 

Der Nachmittag gehörte dem Kremser! Nach schaukliger beschaulicher Fahrt zum Jägerhorn gab es dort Kaffee und leckeren Kuchen. Wer wollte, konnte die dortige Wassertretstelle ausprobieren.

Auch hier gilt unser Dank dem "Kremserunternehmen" für die Fahrt und für die leibliche Verpflegung. Und unserer Gudrun ein ganz besonderer Dank für die Organisation des sehr schönen Sonnabends.     

 

Fotos: Gudrun Edner

Nächtlicher Gast mit der Kamera erwischt

Waschbären im Stadtgebiet

28. April 2017

Gudrun Edner von unserer NABU-Gruppe gelangen seltene Aufnahmen eines nächtlichen Gastes in Ihrem Garten. Hier ihr Bericht und die Fotos:

"Gestern Abend waren zarte Schritte auf dem Laubendach zu hören. was ist das, ein Waschbär, der neugierig übers Laubendach schaut, um zusehen, wer denn da störte. So eintstanden Suchbilder, aber das Leuchten der Augen in der Nacht verriet ihn. Als es ihm zu unruhig wurde, stieg erziemlich hoch in das Geäst des Nußbaumes. Er benutze seinen Schwanz als Haltefunktion. Wie kam er auf den Baum. Zuerst dachten wir über die ausladenen Äste, aber nein, über den Baumstamm ging es dann wieder hinab, um im dunklen Dickicht zu verschwinden. Hoffentlich, so meine Sorge, vergreift er sich nicht an unserer singenden Nachtigall, die uns wie die anderen vielen Sänger erfreut. Ein lautloser Jäger inmitten unserer Stadt."

 

Waschbären sind Kleinbären und stammen ursprünglich aus Nordamerika. Die anpassungsfähigen Allesfresser leben oft auch in unserer unmittelbaren Umgebung. 

 

Entdecken Sie auf den Fotos im Baum! Es ist nicht ganz einfach!

Förderschüler zu Gast in der Nachtigallenoase

25. April 2017

Besuch in der NABU-Nachtigallenoase (Foto: Gudrun Edner)
Besuch in der NABU-Nachtigallenoase (Foto: Gudrun Edner)
Heute besuchten uns 55 Schüler der Förderschule für Geistigbehinderte, Schule Lindenstraße Schönebeck, zu ihrem Projekttag. Die Schüler wurden in zwei Durchgänge aufgeteilt und auch wenn die Sonne sich nicht oft blicken ließ und es ab und an regnete, so gab es doch einiges Interessantes zu entdecken und Wissenswertes zu vermitteln.
Karlheinz Schuppe zeigte im Beobachtungstürmchen das kleine Reich der Bienen, die aber heute bei den frischen Temperaturen lieber im Bienenstock blieben. Heike Müller präsentierte eine Überraschung unten im Schleuderraum: ein weißes Rassekaninchen! Da war die Neugierde besonders groß, so etwas Lebendiges vor sich zu haben.
Christa Schmidt ließ die Schüler erraten, welche Wolle sie in einem Beutel hält.
Am Weg entlang der Benjeshacke wurde den den Schülern erklärt, welche Tiere sich in dieser aufgestapelten Totholzhecke aufhalten könnten. Ein Baumpilz weckte dann das Interesse der Kinder. An einem alten Buchenstamm konnten sie sehen, wie weit der Pilz und andere zahlreiche Helfer das Holz zersetzt haben. Gudrun Edner vermittelte anhand der Wildkräutern, welcher gesundheitliche Aspekt auch für uns Menschen in den Kräutern steckt; aber auch wie wichtig die Förderung der Wildinsekten ist, damit die Bestäuberleistung neben dem Bienenfleiß gefördert werden kann.
Für alle ein interessanter Schulausflug! Und ein großes Dankeschön an alle beteiligten NABU-Mitglieder!
Fotos: Gudrun Edner

Wenig Lurche beim Krötentaxi!

10. April 2017

Unser Krötentaxi ist schon wieder vorbei! An den zwei Wochenenden haben insgesamt über 100 kleine und große "Taxifahrer" 36 Amphibien am Amphiienzaun an der Kreisstraße nach Ranies gefunden und sicher über die Straße getragen. Diese wurden allesamt beim Krötentaxi im März gefunden (siehe Beitrag und Bilder weiter unten). Letztes Wochenende wurde zwar kein Lurch mehr gefunden, was sicherlich am Witterungsverlauf der letzten Tage und Nächte lag, Spass hatten die Kinder trotzdem. 

 

Die NABU Gruppe Schönebeck bedankt sich bei allen Teilnehmern mit und ohne Eimer!

 

Bis nächstes Jahr!

Volksstimme Schönebeck vom 10. April 2017 (Jörn Wegner)
Volksstimme Schönebeck vom 10. April 2017 (Jörn Wegner)

Über die Bedeutung der Bienen und Pflanzen

Frühlingsblütenfest in der Nachtigallenoase

9. April 2017

Marcel Majchrzak (li.) informiert die Gäste über Wildbienen (Foto: Gudrun Edner)
Marcel Majchrzak (li.) informiert die Gäste über Wildbienen (Foto: Gudrun Edner)
Auch wenn die Sonne sich nicht blicken liess, so war unser Frühlingsblütenfest am Sonnabend ein Erfolg. Marcel Majchrzak von unserer NABU-Gruppe berichtete den interessierten Besucher viel Wissenswertes über die Lebensweise unserer Hummeln und Bienen. Anschaulich dazu konnten die Besucher einen Blick in das Bienenvolk im Beobachtungstürmchen werfen, während Jens Thesenvitz gerade die Honigschleuder unterhalb des Beobachtungsturmes installierte.
Die Gäste konnte sich bei einer Führung in der Nachtigallenoase und auf der angrenzenden Freifläche vom Insektenflug überzeugen. Hummeln besuchen die derzeit reichlich vorhandenen Blüten der Kaiserkrone und Wildbienen und andere Fluginsekten die Blüten des Gundermanns - aber auch die Lehmziegelsteine in den Insektenhotels werden von den Insekten beflogen. Wie wichtig unsere fliegenden Helfer bei der Bestäubung sind und was ein jeder vor seiner Haustür für diese Insekten tun kann, wurde hier ganz hautnah bei unserem NABU- Frühlingsblütenfest vermittelt.
Um unsere Gäste auch kulinarisch zu verwöhnen, hatte Marcel Majchrzak zwei selbst gebackenen Brote mitgebracht. Für den leckeren Brotaufstrich wurden die vor Ort vorkommenden Kräuter gesammelt und zu einem Kräuterquark gemischt, der dann zu dem selbstgebackenen Brot gereicht wurde. Gegen den Durst wurden Fruchtsäfte der Firma Natho aus Welsleben gereicht - vielen Dank für die gesponserten Flaschen! Die Besucher liessen es sich schmecken!
 
Unser Dank für das Gelingen dieses Frühlingsblütenfestes gilt Gudrun Sommerfeld, Gudrun Edner, Karlheinz Schuppe, Jens Thesenvitz sowie Marcel und Johanna Majchrzak.
Volksstimme Schönebeck vom 10. April 2017 (Jörn Wegner)
Volksstimme Schönebeck vom 10. April 2017 (Jörn Wegner)

Fotos: Gudrun Edner

Pflanzaktion bei Gnadau

Bäume alter Obstsorten sollen Lücken ersetzen

25. März 2017

Die gepflanzten Obstbäume (Foto: Gisela Schaff)
Die gepflanzten Obstbäume (Foto: Gisela Schaff)
"Großer Bahnhof" in Gnadau! Bei strahlenden Sonnenschein trafen sich heute an der Straße Ortsausgang Gnadau (Ortsteil der Stadt Barby) Höhe Friedhof, Jens Thesenvitz, Gudrun und Gebhard Edner, Christa und Hans-Jürgen Schmidt von unserer NABU-Gruppe und weitere fleißige kleine und große Helfer aus Gnadau, angeführt vom Ortsbürgermeister Andreas Gutsche.
Auf Initiative eines Naturfreundes aus Schönebeck wurden sieben Obstbäume gepflanzt, die von der Baumschule Neum aus Langenweddingen (Sülzetal) stammen. Die Baumschule Neum sponserte dankenswerterweise nicht nur einen der Bäume - allesamt alte Apfel- und Birnensorten - sondern lieferte gleich die Komposterde mit. Den Transport der Bäume, der Komposterde und der Pflanzpfähle übernahm die Firma Schmidt. So konnte es also losgehen! Pflanzlöcher graben, Komposterde anfahren, Pflanzmanschetten und Verbißschutz setzen, Kalkanstrich vornehmen, Pflanzpfähle einschlagen und natürlich wässern. Mit dem Wasseranschluss auf dem Friedhof konnte über lange Schläuche das Wasser in allerlei Behälter gefüllt werden. Nach gut zwei Stunden gemeinsamer Arbeit standen in die Obstbäume "in Reih und Glied". 
Die Gnadauer können nun das Wachstum verfolgen, sich an der Blüte erfreuen und irgendwann die leckeren Früchte naschen! Verbunden mit dieser Pflanzaktion ist die Hoffnung, dass sie viele Nachahmer findet, um einen Teil unsere Kulturlandschaft zu erhalten und zu bereichern.

Bedanken möchten wir uns beim Pomologe (Obstbaukundler) und Sortenexperten Sigurd Schossig, der die Bestimmung der Obstsorten übernahm, bei Herrn Neum, der durch seine züchtigerische Arbeit viele alte Obstsorten rettet und die Aktion finanziell und materiell unterstützt hat sowie dem Initiator und "NABU-Freund" aus Schönebeck. Desweiteren gilt unser Dank der Firma Schmidt, einem Geldspender aus Schönebeck, dem Ortsbürgermeister Andreas Gutsche mit seinen Helfern aus Gnadau - hierunter waren Mitglieder der Brüdergemeinde, Handwerker und Hortkinder der Zinzedorfschule - und den zupackenden NABU-Mitgliedern.

 

Fotos: Edner

Frühlingserwachen

Gesehen, festgehalten und poetisch beschrieben

20. März 2017

"Frühlingserwachen, da drängen Märzenbecher zum Licht. Schneeglöckchen inmitten brauner Laubschicht. Wildbäche voll gefüllt mit Schmelzwasser, verschiedenne Flechten erobern sich Baumrinde und am Wanderweg die ersten Hufflattichblüten. Ein todgeglaubter Baumstumpen erwacht zu neuem Leben, stolz, trotzig, nun gerade ------  neues Leben, Frühling."

Gudrun Edner

 

Fotos: Gudrun Edner

Krötentaxi im Einsatz

Erdkröten auf Wanderschaft

19. März 2017

Das "Krötentaxi" fuhr an diesem Wochenende erstmals in diesem Jahr! 62 Teilnehmer, darunter 37 Kinder verschiedener Altersklassen folgten unserem Aufruf zur Mithilfe und kamen an den zwei Vormittagen zum Amphibienschutzzaun an der Kreisstraße nach Ranies. Gefunden wurden insgesamt 36 Lurche. 32 Erdkröten und zwei Teichmolche am Sonnabend und eine Erdkröte und einen Teichfrosch am heutigen Sonntag. Alle großen und kleinen Amphibienfans suchten sehr akribisch den gut 400m langen Zaun und die Fangeimer ab, trotzten dem nass-kalten Wetter und freuten sich über jeden Fund! 

 

Wir danken allen "Eimerguckern" und "Erdklumpenumdrehern" für die Hilfe. Und nicht vergessen: das nächste "Krötentaxi" fährt am 8. und 9. April. Mal sehen, was wir dann finden werden...

 

Fotos: Gudrun Edner

Die Seite der Volksstimme Lokalredaktion Schönebeck vom 20. März 2017 mit unserem NABU-Krötentaxi (Heike Liensdorf)
Die Seite der Volksstimme Lokalredaktion Schönebeck vom 20. März 2017 mit unserem NABU-Krötentaxi (Heike Liensdorf)
Unser NABU-Krötentaxi vom 19. März 2017 auf www.gommeranerklappspaten.de
Unser NABU-Krötentaxi vom 19. März 2017 auf www.gommeranerklappspaten.de

Blühende Frühlingsimpressionen

Fotos von Gudrun Edner

8. März 2017

SWS unterstützt neues Projekt in Nachtigallenoase

Geld für Projekt in Nachtigallenoase/ Ausstellung über Eulen zu sehen

23. Februar 2017

Vor der Ausstellung des NABU Sachsen-Anhalt zur "Waldohreule" zeigen Friedrich Husemann (li.) und Michael Wunschik den unterzeichneten Sponsoringvertrag (Foto: Gudrun Edner)
Vor der Ausstellung des NABU Sachsen-Anhalt zur "Waldohreule" zeigen Friedrich Husemann (li.) und Michael Wunschik den unterzeichneten Sponsoringvertrag (Foto: Gudrun Edner)

Die Stadtwerke Schönebeck (SWS) unterstützen uns auch weiterhin finanziell! Für das neue Projekt in der Nachtigallenoase haben wir 1.000 Euro erhalten. Den Sponsoringvertrag unter-zeichneten am Dienstag der geschäftsführer der SWS, Friedrich Husemann und der Vorsitzende unserer NABU-Gruppe, Michael Wunschik.

 

Geplant ist im unteren Bereich des Beobachtungstürmchen einen "Honig-schleuderraum" zu errichten, damit Besucher den Werdegang zum Honig kennenlernen können. Ein Bienenvolk befindet sich ja seit letztem Jahr im oberen Türmchen.

Beide Partner sind sich einig, dass hier wieder ein weiterer nachhaltiger "Umweltbildungs-Baustein" im Emsemble der Nachtigallenoase entstehen wird.

Die NABU Gruppe Schönebeck bedankt sich für die finanzielle Unterstützung und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. 

 

Im Foyer des Stadtwerkehauses Schönebeck steht derzeit die NABU-Ausstellung "Die Waldohreule" des Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Neben vier sogenannten Leporellos mit Informationen zu den heimischen Eulenarten und natürlich zur Waldohreule, vervollständigen liebevoll dekorierte Vitrinen mit Vogelpräparaten und NABU-Infomaterialien die Ausstellung. Die Ausstellung kann noch bis Ende März besucht werden. Schauen Sie doch mal vorbei!

 

Fotos: Gudrun Edner        

Volksstimme Schönebeck vom 23. Februar 2017 (Jörn Wegner)
Volksstimme Schönebeck vom 23. Februar 2017 (Jörn Wegner)

Vortrag über Waldkauz gut besucht

19. Februar 2017

Gudrun Edner (li.) bedankt sich bei Michael Wunschik für den Vortrag (Foto: Edner)
Gudrun Edner (li.) bedankt sich bei Michael Wunschik für den Vortrag (Foto: Edner)

Letzten Freitag haben wir wieder zum Vortrag über den "Vogel des Jahres" öffentlich eingeladen. Michael Wunschik, Vorsitzender unserer NABU-Gruppe, stellte den Waldkauz anhand eines Power-Point-Vortrages anschaulich vor. Zusätzlich zeigte er ein Waldkauzpräparat und andere "Eulen-Materialien", die er geschickt in den Vortrag "einbaute". 

 

Über 30 Gäste folgten den Ausführungen im Hotel "Domicil" in Schönebeck.

 

Weitere Info´s finden Sie hier

Große Beteiligung, aber weniger Vögel

Ergebnisse der NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel"

31. Januar 2017

Kohlmeisen waren dieses Jahr nicht so häufig (Foto: NABU/ Willi Rolfes)
Kohlmeisen waren dieses Jahr nicht so häufig (Foto: NABU/ Willi Rolfes)

Der Haussperling bleibt in Sachsen-Anhalt als auch im Salzlandkreis die Nummer eins. Bei der großen Zählaktion „Stunde der Wintervögel“ folgen dem Spatz, die Kohlmeise und der Feldsperling. Im Salzlandkreis genau umgedreht. Hier belegt die Kohlmeise hinter den beiden Sperlingsarten Platz 3. 

 

Bei der diesjährigen NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ fragten sich viele Menschen erstaunt, wo denn die Vögel in diesem Winter geblieben sind. Auffallend wenig Meisen, Finken und andere Vögel ließen sich an den Futterstellen sowie in Gärten und Parks blicken. „Die Sorge um ausbleibende Vögel hat viele Vogelfreunde beschäftigt“, so Annette Leipelt vom NABU Sachsen-Anhalt.
Während landesweit beim Spatz, beim Rotkehlchen und der Amsel nur eine geringe Veränderung zum Vorjahr zu verzeichnen war, nahmen Kohl- und Blaumeisen um mehr als ein Viertel ab. Auch Grün- und Buchfinken wurden weniger gezählt. Hauptgrund für die niedrigeren Zahlen wird in dem ausbleibenden Zuzug aus dem kälteren Norden und Osten ab dem Herbst letzten Jahres gesehen.

 

Ähnliches Bild im Salzlandkreis. Auch hier blieben Haussperling und Amsel nahezu gleich, während Kohl- und Blaumeisen im Vergleich zum Vorjahr sogar um mehr als ein Drittel weniger gezählt wurden. "Viele Meisen zogen im Herbst letzten Jahres aufgrund der günstigen Wetterlage nicht weiter - das zeigen die Zählergebnisse aus Brandenburg", erklärt Michael Wunschik vom NABU Schönebeck. "Die Veränderungen sind hier insgesamt nicht so auffällig - Richtung Südwesten nehmen die Rückgänge zu." Auch für die geringen Zahlen unter den Finkenvögeln hat der NABU eine mögliche Erklärung, denn in den Waldregionen trugen Buche und Ahorn besonders viele Früchte und Samen. Solche "Mastjahre" treten immer wieder mal auf - und nicht nur Finkenvögel nutzen dann das überreiche Nahrungsangebot.

Die Zählungen der NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel" vom 12. bis 14. Mai 2017 werden weiteren Aufschluss über die Entwicklung von Meise & Co. erbringen, an der auch wir wieder ein gemeinsames Zählen in der Nachtigallenoase anbieten (siehe weiter oben).

 

Die Beteiligung am Zählwochenende im Januar war erfreulich groß. Denn die Anzahl der Melder aus den Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt hat sich von über 1.800 aus dem Vorjahr auf 2.480 gesteigert. Die fleißigsten Zähler kommen aus dem Saalekreis, der kreisfreien Stadt Magdeburg und aus dem Salzlandkreis sowie aus dem Landkreis Börde und dem Burgenlandkreis. Im Salzlandkreis zählten 226 Vogelfreunde 6.486 Vögel 

 

Der NABU bedankt sich bei allen Teilnehmern!

 

Bundesweit zählten 118.000 Vogelfreunde fast 2,8 Millionen Vögel. Häufigster Wintervogel in der Gesamtauswertung aller Bundesländer wurde auch hier der Haussperling, gefolgt diesmal von der Amsel und der Kohlmeise. Der Feldsperling belegt bundesweit den vierten Platz.

Weitere Ergebnisse zur NABU-Aktion insgesamt, zu unserem Bundesland und Landkreisen finden Sie unter www.stundederwintervoegel.de. Hier können auch die Ergebnisse der letzten Jahre eingesehen werden.

Mitgliederversammlung

23. Januar 2017

Volksstimme Schönebeck vom 24. Januar 2017 (Olaf Koch)
Volksstimme Schönebeck vom 24. Januar 2017 (Olaf Koch)

Am Sonnabend fand unsere jährliche Mitgliederversammlung erstmals im Hotel "Domizil" in Schönebeck statt. 23 Mitglieder und Gäste folgten unserer Einladung, darunter OB Bert Knoblauch, Stadtrat Michael Schulz (CDU) und Vertreter von der NABU- Gruppe Calbe, des Vereins der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung sowie der Volksstimme Lokalredaktion. Olaf  Koch von der Volksstimme haben wir auch die drei lesenswerten Artikel zu verdanken, die sehr schön den Verlauf und Inhalt wiedergeben.

 

Neben Berichten und "kleineren" Wahlen bot die Versammlung wieder viel Raum für Diskussionen, die von Karlheinz Schuppe geleitet wurde. 

 

Weiter unten ist unser Arbeitsplan für dieses Jahr zum Nachlesen eingestellt. Den Veranstaltungsplan finen Sie unter Termine. Den Vorstandsbericht haben wir aufgrund der Dateigröße nicht veröffentlicht; wer Interesse an ihm hat, kann sich gern an uns wenden.    

Arbeitsplan 2017
Thematisch aufgeführt
Arbeitsplan 2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 259.8 KB

"Stunde der Wintervögel"

Bundesweite Zählaktion vom 6. bis 8. Januar 2017

11. Januar 2017

Zum siebten Mal riefen NABU und LBV zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Auch wir nahmen uns eine Stunde Zeit und luden öffentlich dazu ein, am Sonnabend die Vögel in unserer "Nachtigallenoase" zu zählen. Acht Vogelarten ließen sich an den Futterstellen blicken, dazu kamen noch weitere sieben Arten. Nachfolgend ein paar Fotos von Miriam Ziepert.

Die genauen Ergebnisse aus der "Nachtigallenoase" sind unten im Presseartikel nachzulesen. Aktuelle Zahlen und Trends vom Salzlandkreis finden Sie hier

Weitere Info´s unter Stunde der Wintervögel

 

Die häufigsten 35 Wintervögel im Portrait

Tipps zur Winterfütterung

Volksstimme Schönebeck vom 10. Januar 2017 (Ulrich Meinhard)
Volksstimme Schönebeck vom 10. Januar 2017 (Ulrich Meinhard)

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