Pflanzaktion bei Gnadau

Bäume alter Obstsorten sollen Lücken ersetzen

25. März 2017

Die gepflanzten Obstbäume (Foto: Gisela Schaff)
Die gepflanzten Obstbäume (Foto: Gisela Schaff)
"Großer Bahnhof" in Gnadau! Bei strahlenden Sonnenschein trafen sich heute an der Straße Ortsausgang Gnadau (Ortsteil der Stadt Barby) Höhe Friedhof, Jens Thesenvitz, Gudrun und Gebhard Edner, Christa und Hans-Jürgen Schmidt von unserer NABU-Gruppe und weitere fleißige kleine und große Helfer aus Gnadau, angeführt vom Ortsbürgermeister Andreas Gutsche.
Auf Initiative eines Naturfreundes aus Schönebeck wurden sieben Obstbäume gepflanzt, die von der Baumschule Neum aus Langenweddingen (Sülzetal) stammen. Die Baumschule Neum sponserte dankenswerterweise nicht nur einen der Bäume - allesamt alte Apfel- und Birnensorten - sondern lieferte gleich die Komposterde mit. Den Transport der Bäume, der Komposterde und der Pflanzpfähle übernahm die Firma Schmidt. So konnte es also losgehen! Pflanzlöcher graben, Komposterde anfahren, Pflanzmanschetten und Verbißschutz setzen, Kalkanstrich vornehmen, Pflanzpfähle einschlagen und natürlich wässern. Mit dem Wasseranschluss auf dem Friedhof konnte über lange Schläuche das Wasser in allerlei Behälter gefüllt werden. Nach gut zwei Stunden gemeinsamer Arbeit standen in die Obstbäume "in Reih und Glied". 
Die Gnadauer können nun das Wachstum verfolgen, sich an der Blüte erfreuen und irgendwann die leckeren Früchte naschen! Verbunden mit dieser Pflanzaktion ist die Hoffnung, dass sie viele Nachahmer findet, um einen Teil unsere Kulturlandschaft zu erhalten und zu bereichern.

Bedanken möchten wir uns beim Pomologe (Obstbaukundler) und Sortenexperten Sigurd Schossig, der die Bestimmung der Obstsorten übernahm, bei Herrn Neum, der durch seine züchtigerische Arbeit viele alte Obstsorten rettet und die Aktion finanziell und materiell unterstützt hat sowie dem Initiator und "NABU-Freund" aus Schönebeck. Desweiteren gilt unser Dank der Firma Schmidt, einem Geldspender aus Schönebeck, dem Ortsbürgermeister Andreas Gutsche mit seinen Helfern aus Gnadau - hierunter waren Mitglieder der Brüdergemeinde, Handwerker und Hortkinder der Zinzedorfschule - und den zupackenden NABU-Mitgliedern.  

Fotos: Edner

Damit Hummel & Co. nicht ins Gras beißen

Frühlingsblütenfest am 8. April in der Nachtigallenoase

23. März 2017

Erdhummel und Pelzkäfer auf Kugeldistel in der NABU-Nachtigallenoase (Foto: Yvetta Schöne)
Erdhummel und Pelzkäfer auf Kugeldistel in der NABU-Nachtigallenoase (Foto: Yvetta Schöne)

Mit der Frühlingssonne erwachen auch die Insekten, von denen viele nach fast einem halben Jahr Fastenzeit dringend Nektarblüten zum Überleben brauchen. Da jedoch unsere industrialisierte Bördelandschaft nur noch wenige Blüten an Wegesrändern, Feldrainen und Wiesen anbietet, braucht es Menschenhände, die in Gärten und Grünanlagen für Insektennährpflanzen sorgen. Helfen soll dabei auch unsere Aktion zur organisierten Ansaat geeigneter Früh- und Spätblüher unter Berücksichtigung der hiesigen Bodenbedingungen.

In unserer "Nachtigallenoase" sind umfangreiche Pflanzensammlungen zu Schulungszwecken angelegt worden. Interessenten können zu den öffentlichen Führungen neben Anregungen zur Pflanzenwahl auch kleinere Samenportionen mitnehmen, damit der Weg von der Idee zum realen Hummel-, Bienen- und Schmetterlingsbeet möglichst kurz wird.

Die Bedeutung und Schönheit einer hohen Artenvielfalt von einheimischen Pflanzen und Kleinstlebewesen werden in der "Nachtigallenoase" jedes Jahr vielen Kindern sowie Grundstücksbesitzern und Balkonliebhabern vorgestellt. Blühende Natur erfreut nicht nur Menschenaugen, sondern ist besonders im Frühjahr für das Überleben von Hummel & Co überlebenswichtig - eine Versicherung, um nicht vor Hunger "ins Gras beißen" zu müssen!    

Geeignete frühblühende Insektennährpflanzen für den Garten sind beispielsweise Winterling, Christ- und Schneerose, Schneeglöckchen, Leberblümchen, Frühlingskrokus, Schneeheide (auch für Balkonkästen geeignet), Thymian/ Zitronen-Thymian und Milchstern.   

 

Dieses Thema und andere Informationen erhalten auch in diesem Jahr die Besucher unseres Frühlingsblütenfestes, das am 8. April in der "Nachtigallenoase" stattfinden wird.

Wir haben folgenden Ablauf geplant:

14 bis 14.20 Uhr "Interessantes über Wildbienen",

14.20 Uhr bis 14.35 Uhr "Ein wildbienenfreundlicher Garten",

14.35 Uhr bis 15 Uhr "Was fliegt auf die Blüten?" und

ab 15 Uhr Führung durch die "Nachtigallenoase".

 

Für Getränke und einen kleinen selbstgemachten Imbiss wird gesorgt.

 

Besucher können gern ihre eigenen abgeblühten und überzähligen Frühblüher mit zum Fest bringen! Sie werden an dem Tag auf der NABU-Fläche in den Boden gebracht und sollen dort das Blütenangebot erhöhen.  

Frühlingserwachen

Gesehen, festgehalten und poetisch beschrieben

20. März 2017

"Frühlingserwachen, da drängen Märzenbecher zum Licht. Schneeglöckchen inmitten brauner Laubschicht. Wildbäche voll gefüllt mit Schmelzwasser, verschiedenne Flechten erobern sich Baumrinde und am Wanderweg die ersten Hufflattichblüten. Ein todgeglaubter Baumstumpen erwacht zu neuem Leben, stolz, trotzig, nun gerade ------  neues Leben, Frühling."

Gudrun Edner

 

Fotos: Gudrun Edner

Krötentaxi im Einsatz

Erdkröten auf Wanderschaft

19. März 2017

Das "Krötentaxi" fuhr an diesem Wochenende erstmals in diesem Jahr! 62 Teilnehmer, darunter 37 Kinder verschiedener Altersklassen folgten unserem Aufruf zur Mithilfe und kamen an den zwei Vormittagen zum Amphibienschutzzaun an der Kreisstraße nach Ranies. Gefunden wurden insgesamt 36 Lurche. 32 Erdkröten und zwei Teichmolche am Sonnabend und eine Erdkröte und einen Teichfrosch am heutigen Sonntag. Alle großen und kleinen Amphibienfans suchten sehr akribisch den gut 400m langen Zaun und die Fangeimer ab, trotzten dem nass-kalten Wetter und freuten sich über jeden Fund! 

 

Wir danken allen "Eimerguckern" und "Erdklumpenumdrehern" für die Hilfe. Und nicht vergessen: das nächste "Krötentaxi" fährt am 8. und 9. April. Mal sehen, was wir dann finden werden...

 

Fotos: Gudrun Edner

Die Seite der Volksstimme Lokalredaktion Schönebeck vom 20. März 2017 mit unserem NABU-Krötentaxi (Heike Liensdorf)
Die Seite der Volksstimme Lokalredaktion Schönebeck vom 20. März 2017 mit unserem NABU-Krötentaxi (Heike Liensdorf)
Unser NABU-Krötentaxi vom 19. März 2017 auf www.gommeranerklappspaten.de
Unser NABU-Krötentaxi vom 19. März 2017 auf www.gommeranerklappspaten.de

Nun zu zweit

Weißstorchpaar auf dem Nest des Kirchendaches St. Laurentii in Schönebeck-Frohse

16. März 2017

Der zweite Weißstorch ist heute am Brutplatz Kirche Frohse eingetroffen. Das berichtet uns Agnes Schulz. Der 2. Storch muss "hier aus der Gegend" sein, so vermutet sie. Er ist ebenfalls beringt mit der Nummer DEH HM974. Und weiter schreibt sie, dass nun auch klar ist, dass der seit 10 Tagen hier zu beobachtende Storch ein Männchen aus Schleswig-Holstein ist.

Info´s zu den Störchen und zur ausgezeichneten Kirche in Schönebeck-Frohse

 

Fotos: Agnes Schulz

Blühende Frühlingsimpressionen

Fotos von Gudrun Edner

8. März 2017

SWS unterstützt neues Projekt in Nachtigallenoase

Geld für Projekt in Nachtigallenoase/ Ausstellung über Eulen zu sehen

23. Februar 2017

Vor der Ausstellung des NABU Sachsen-Anhalt zur "Waldohreule" zeigen Friedrich Husemann (li.) und Michael Wunschik den unterzeichneten Sponsoringvertrag (Foto: Gudrun Edner)
Vor der Ausstellung des NABU Sachsen-Anhalt zur "Waldohreule" zeigen Friedrich Husemann (li.) und Michael Wunschik den unterzeichneten Sponsoringvertrag (Foto: Gudrun Edner)

Die Stadtwerke Schönebeck (SWS) unterstützen uns auch weiterhin finanziell! Für das neue Projekt in der Nachtigallenoase haben wir 1.000 Euro erhalten. Den Sponsoringvertrag unter-zeichneten am Dienstag der geschäftsführer der SWS, Friedrich Husemann und der Vorsitzende unserer NABU-Gruppe, Michael Wunschik.

 

Geplant ist im unteren Bereich des Beobachtungstürmchen einen "Honig-schleuderraum" zu errichten, damit Besucher den Werdegang zum Honig kennenlernen können. Ein Bienenvolk befindet sich ja seit letztem Jahr im oberen Türmchen.

Beide Partner sind sich einig, dass hier wieder ein weiterer nachhaltiger "Umweltbildungs-Baustein" im Emsemble der Nachtigallenoase entstehen wird.

Die NABU Gruppe Schönebeck bedankt sich für die finanzielle Unterstützung und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. 

 

Im Foyer des Stadtwerkehauses Schönebeck steht derzeit die NABU-Ausstellung "Die Waldohreule" des Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Neben vier sogenannten Leporellos mit Informationen zu den heimischen Eulenarten und natürlich zur Waldohreule, vervollständigen liebevoll dekorierte Vitrinen mit Vogelpräparaten und NABU-Infomaterialien die Ausstellung. Die Ausstellung kann noch bis Ende März besucht werden. Schauen Sie doch mal vorbei!

 

Fotos: Gudrun Edner        

Volksstimme Schönebeck vom 23. Februar 2017 (Jörn Wegner)
Volksstimme Schönebeck vom 23. Februar 2017 (Jörn Wegner)

Vortrag über Waldkauz gut besucht

19. Februar 2017

Gudrun Edner (li.) bedankt sich bei Michael Wunschik für den Vortrag (Foto: Edner)
Gudrun Edner (li.) bedankt sich bei Michael Wunschik für den Vortrag (Foto: Edner)

Letzten Freitag haben wir wieder zum Vortrag über den "Vogel des Jahres" öffentlich eingeladen. Michael Wunschik, Vorsitzender unserer NABU-Gruppe, stellte den Waldkauz anhand eines Power-Point-Vortrages anschaulich vor. Zusätzlich zeigte er ein Waldkauzpräparat und andere "Eulen-Materialien", die er geschickt in den Vortrag "einbaute". 

 

Über 30 Gäste folgten den Ausführungen im Hotel "Domicil" in Schönebeck.

 

Weitere Info´s finden Sie hier

Große Beteiligung, aber weniger Vögel

Ergebnisse der NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel"

31. Januar 2017

Kohlmeisen waren dieses Jahr nicht so häufig (Foto: NABU/ Willi Rolfes)
Kohlmeisen waren dieses Jahr nicht so häufig (Foto: NABU/ Willi Rolfes)

Der Haussperling bleibt in Sachsen-Anhalt als auch im Salzlandkreis die Nummer eins. Bei der großen Zählaktion „Stunde der Wintervögel“ folgen dem Spatz, die Kohlmeise und der Feldsperling. Im Salzlandkreis genau umgedreht. Hier belegt die Kohlmeise hinter den beiden Sperlingsarten Platz 3. 

 

Bei der diesjährigen NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ fragten sich viele Menschen erstaunt, wo denn die Vögel in diesem Winter geblieben sind. Auffallend wenig Meisen, Finken und andere Vögel ließen sich an den Futterstellen sowie in Gärten und Parks blicken. „Die Sorge um ausbleibende Vögel hat viele Vogelfreunde beschäftigt“, so Annette Leipelt vom NABU Sachsen-Anhalt.
Während landesweit beim Spatz, beim Rotkehlchen und der Amsel nur eine geringe Veränderung zum Vorjahr zu verzeichnen war, nahmen Kohl- und Blaumeisen um mehr als ein Viertel ab. Auch Grün- und Buchfinken wurden weniger gezählt. Hauptgrund für die niedrigeren Zahlen wird in dem ausbleibenden Zuzug aus dem kälteren Norden und Osten ab dem Herbst letzten Jahres gesehen.

 

Ähnliches Bild im Salzlandkreis. Auch hier blieben Haussperling und Amsel nahezu gleich, während Kohl- und Blaumeisen im Vergleich zum Vorjahr sogar um mehr als ein Drittel weniger gezählt wurden. "Viele Meisen zogen im Herbst letzten Jahres aufgrund der günstigen Wetterlage nicht weiter - das zeigen die Zählergebnisse aus Brandenburg", erklärt Michael Wunschik vom NABU Schönebeck. "Die Veränderungen sind hier insgesamt nicht so auffällig - Richtung Südwesten nehmen die Rückgänge zu." Auch für die geringen Zahlen unter den Finkenvögeln hat der NABU eine mögliche Erklärung, denn in den Waldregionen trugen Buche und Ahorn besonders viele Früchte und Samen. Solche "Mastjahre" treten immer wieder mal auf - und nicht nur Finkenvögel nutzen dann das überreiche Nahrungsangebot.

Die Zählungen der NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel" vom 12. bis 14. Mai 2017 werden weiteren Aufschluss über die Entwicklung von Meise & Co. erbringen, an der auch wir wieder ein gemeinsames Zählen in der Nachtigallenoase anbieten.

 

Die Beteiligung am Zählwochenende im Januar war erfreulich groß. Denn die Anzahl der Melder aus den Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt hat sich von über 1.800 aus dem Vorjahr auf 2.480 gesteigert. Die fleißigsten Zähler kommen aus dem Saalekreis, der kreisfreien Stadt Magdeburg und aus dem Salzlandkreis sowie aus dem Landkreis Börde und dem Burgenlandkreis. Im Salzlandkreis zählten 226 Vogelfreunde 6.486 Vögel 

 

Der NABU bedankt sich bei allen Teilnehmern!

 

Bundesweit zählten 118.000 Vogelfreunde fast 2,8 Millionen Vögel. Häufigster Wintervogel in der Gesamtauswertung aller Bundesländer wurde auch hier der Haussperling, gefolgt diesmal von der Amsel und der Kohlmeise. Der Feldsperling belegt bundesweit den vierten Platz.

Weitere Ergebnisse zur NABU-Aktion insgesamt, zu unserem Bundesland und Landkreisen finden Sie unter www.stundederwintervoegel.de. Hier können auch die Ergebnisse der letzten Jahre eingesehen werden.

Mitgliederversammlung

23. Januar 2017

Volksstimme Schönebeck vom 24. Januar 2017 (Olaf Koch)
Volksstimme Schönebeck vom 24. Januar 2017 (Olaf Koch)

Am Sonnabend fand unsere jährliche Mitgliederversammlung erstmals im Hotel "Domizil" in Schönebeck statt. 23 Mitglieder und Gäste folgten unserer Einladung, darunter OB Bert Knoblauch, Stadtrat Michael Schulz (CDU) und Vertreter von der NABU- Gruppe Calbe, des Vereins der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung sowie der Volksstimme Lokalredaktion. Olaf  Koch von der Volksstimme haben wir auch die drei lesenswerten Artikel zu verdanken, die sehr schön den Verlauf und Inhalt wiedergeben.

 

Neben Berichten und "kleineren" Wahlen bot die Versammlung wieder viel Raum für Diskussionen, die von Karlheinz Schuppe geleitet wurde. 

 

Weiter unten sind unser Arbeits- und Veranstaltungsplan für dieses Jahr zum Nachlesen eingestellt. Den Vorstandsbericht haben wir aufgrund der Dateigröße nicht veröffentlicht; wer Interesse an ihm hat, kann sich gern an uns wenden.    

Arbeitsplan 2017
Thematisch aufgeführt
Arbeitsplan 2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 259.8 KB
Veranstaltungsplan 2017 (Stand: 24. Januar 2017)
Der Veranstaltungsplan ist nicht abschließend terminiert und wird im Laufe des Jahres fortgeführt
Veranstaltungsplan 2017 Stand 01.17.pdf
Adobe Acrobat Dokument 120.4 KB

"Stunde der Wintervögel"

Bundesweite Zählaktion vom 6. bis 8. Januar 2017

11. Januar 2017

Zum siebten Mal riefen NABU und LBV zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Auch wir nahmen uns eine Stunde Zeit und luden öffentlich dazu ein, am Sonnabend die Vögel in unserer "Nachtigallenoase" zu zählen. Acht Vogelarten ließen sich an den Futterstellen blicken, dazu kamen noch weitere sieben Arten. Nachfolgend ein paar Fotos von Miriam Ziepert.

Die genauen Ergebnisse aus der "Nachtigallenoase" sind unten im Presseartikel nachzulesen. Aktuelle Zahlen und Trends vom Salzlandkreis finden Sie hier

Weitere Info´s unter Stunde der Wintervögel

 

Die häufigsten 35 Wintervögel im Portrait

Tipps zur Winterfütterung

Volksstimme Schönebeck vom 10. Januar 2017 (Ulrich Meinhard)
Volksstimme Schönebeck vom 10. Januar 2017 (Ulrich Meinhard)

Schwalbenfreunde gesucht!

Aktion des NABU Sachsen-Anhalt

Junge Rauchschwalben (Foto: NABU/ Thomas Munk)
Junge Rauchschwalben (Foto: NABU/ Thomas Munk)

Auch in diesem Jahr ruft der NABU Sachsen-Anhalt wieder Schwalbenfreunde auf, bei der NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ mitzumachen. Wer mit den Schwalben in enger Nachbarschaft lebt oder deren Ansiedlung fördert kann sich um die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ bewerben.

Der NABU möchte mit der Auszeichnung von Gebäuden, in oder an denen Schwalben nisten, um Toleranz und Verständnis aber auch Akzeptanz für die Vögel werben und auf schwindende Brutmöglichkeiten hinweisen.

 

2012 startete erstmalig die NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ mit freundlicher Unterstützung des Umweltministeriums. Im letzten Jahr wurden 114 Schwalbenfreunde ausgezeichnet. Die meisten Bewerber kamen aus den Landkreisen Salzlandkreis, Börde, Harz sowie Anhalt-Bitterfeld und Jerichower Land. Insgesamt zeichnete der NABU Sachsen-Anhalt bis Ende letzten Jahres 476 Schwalbenfreunde aus.

Auch die NABU Gruppe Schönebeck unterstützt die Aktion von Anfang an und hat im Namen des NABU Landesverbandes bisher über 25 Auszeichnungen in und um Schönebeck vorgenommen. Näheres dazu weiter unten

 

„Besonders erfreulich ist, daß sich neben Bürgern mit ihren privaten Wohnhäusern und Ställen, Scheunen, Garagen, Werkstätten oder Schuppen auch Betriebe (Energiegesellschaft, Klärwerk, Kieswerk, Landwirtschaftsbetriebe, Betriebshof eines Grünflächenamtes, Abwasserwerk, Bäckerei und Getränkehandel), aber auch Pferdehöfe, Tankstellen, Hotels/ Pensionen/ Gaststätten, Schulen und Kindergärten für den Schwalbenschutz engagieren“, berichtet Annette Leipelt vom NABU Sachsen-Anhalt.

Die Bewerbungsunterlagen können telefonisch unter 0391- 5619350 oder per E-Mail (NABULVLSA@aol.com) beim NABU Sachsen-Anhalt angefordert werden.

 

Im Anschluß an den Beitrag kann das Bewerbungsformular heruntergeladen werden!

 

Weitere Info´s zur Aktion

 

Der NABU Sachsen-Anhalt freut sich über die Bewerbungen. Verliehen werden eine wetterfeste Plakette zur Anbringung an der Hauswand und eine Urkunde. Die Plakette kann werbewirksam am Haus angebracht werden.

 

Mehl- und Rauchschwalben leisten in den Dörfern einen wichtigen Beitrag, auch für die Lebensqualität des Menschen, denn sie ernähren sich ausschließlich von fliegenden Insekten. Die Hinterlassenschaften von Mehlschwalben auf Häuserfassaden führen jedoch desöfteren zu Diskussionen von Hausbesitzern. Schmutzabweisende Fassadenfarben verhindern den Neubau der Lehmnester. Leider werden auch bei Haussanierungen Nester entfernt – häufig gar widerrechtlich. Die vor allem in Ställen nistenden Rauchschwalben haben dagegen Probleme, weil moderne Stallanlagen entweder verschlossen sind oder nicht den Lebensraumansprüchen der Schwalben genügen.

 

Michael Wunschik von der NABU Gruppe Schönebeck weist darauf hin, dass es nach dem Naturschutzgesetz verboten ist, die Nester zu entfernen oder die Vögel am Anflug zum Nest zu hindern; die Nester sind das ganze Jahr über geschützt, auch außerhalb der Brutzeit! Befinden sich am oder im Gebäude Schwalbennester, die durch das "Einrüsten", den Abriss von Gebäudeteilen oder durch Sanierungsarbeiten in Mitleidenschaft gezogen werden, so ist die Untere Naturschutzbehörde des Salzlandkreises darüber zu informieren. Sie klärt dann, ob und unter welchen Bedingungen eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden kann.      

 

Fragen zur Aktion:

 

Welche Häuser werden ausgezeichnet?

Grundsätzlich bezieht sich die Aktion natürlich auf Häuser mit (belegten) Schwalbennestern, die von den Hauseigentümern toleriert und geschützt werden. Aktive Schutzmaßnahmen, wie das Anbringen künstlicher Nistmöglichkeiten, das Bereitstellen von Nistmaterialien (Lehmpfützen), „Katzenabwehr“ oder Schmutzfangeinrichtungen sollten zusätzlich vermerkt werden. Auch wenn künstlich geschaffene Nistmöglichkeiten noch nicht besetzt sind – wer seit mehreren Jahren bemüht ist, eine größere Anzahl Vögeln am Gebäude anzusiedeln, das Ansinnen aber noch nicht von Erfolg gekrönt war, kann prinzipiell auch eine Auszeichnung erhalten.                     

Welche Häuser können nicht ausgezeichnet werden?

Gebäude, die eigens für die Ansiedlung von Schwalben gebaut wurden (Schwalbentürme, umgebaute bzw. nicht mehr in Betrieb befindliche Trafohäuser u.ä.) können keine Auszeichnung erhalten.  

Wie werden die Gebäude ausgewählt?

Jeder Hauseigentümer kann sich bewerben. Der NABU Sachsen-Anhalt entscheidet ggf. unter Einbeziehung der regionalen NABU-Gruppen über die Auszeichnung.

Wo werden die Bewerbungen eingereicht?

Beim NABU Sachsen-Anhalt, Schleinufer 18a, 39104 Magdeburg, NABULVLSA@aol.com

Bewerbungsformular NABU- Aktion "Schwalbenfreundliches Haus"
Das einseitige Formular bitte ausfüllen und mit ein paar Bildern an den NABU Sachsen-Anhalt senden. Gern können Sie noch zusätzliche Zeilen Ihres Engagements im Schwalbenschutz beifügen.
Bewerbungsformular.pdf
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