Flatterfrau und Flattermann

Fledermäuse ganz nah erleben

NABU Schönebeck und Waldschule Elbenau laden zur Fledermausnacht

gefangene Breitflügelfledermaus - Foto von Matthias Bley
Breitflügelfledermaus - Foto: Matthias Bley

Schönebeck-Elbenau -- Zum 23. Mal findet traditionell am letzten Wochenende im August in mittlerweile weltweit über 35 Ländern die internationale Fledermausnacht (Batnight) statt. Im Vordergrund steht die Wissensvermittlung über die Fledermäuse und deren Schutz, oft verbunden mit der Beobachtung der nächtlichen Insektenjäger. In Deutschland wird sie vom NABU und seinem bayrischen Partner, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) organisiert. Im Vorjahr fanden deutschlandweit rund 200 Veranstaltungen statt.

 

Auch die NABU Gruppe Schönebeck beteiligt sich seit 2009 in Schönebeck an der Aktion. Gemeinsam mit der Waldschule Elbenau wird die Batnight nun zum sechsten Mal auf dem Schulgelände der Waldschule in der Elbenauer Straße durchgeführt.

 

Alle Fledermausfans sind wieder eingeladen, am Freitag, den 23. August ab 18 Uhr sich über die Fledermäuse und ihren Schutz zu informieren, spezielle Fledermauskästen zu bauen und "eigene" Fledermäuse zu basteln. Wenn die Dämmerung so gegen 20.30 Uhr einsetzt, kann man Fledermäuse bei der Jagd oder beim Ausfliegen aus dem Heizhaus beobachten und ihren Lauten horchen. 

Eine Expertin vom Arbeitskreis Fledermausschutz Sachsen-Anhalt wird mit Hilfe großer Stellnetze versuchen, Fledermäuse zu fangen. Interessenten haben die Gelegenheit, ihr bei der wissenschaftlichen Kennzeichnung zu zusehen und so die Tiere ganz nah zu erleben. Dafür ist es ratsam, eine Stirn- oder Taschenlampe mitzubringen!    

 

Für die Verpflegung wird auch wieder seitens der Waldschule gesorgt werden.

Es wird darum gebeten, bevorzugt mit dem Fahrrad nach Elbenau zu kommen, da nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen zur Verfügung steht.

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei!

 

Bilder und Berichte zu den bisherigen Fledermausnächten in Schönebeck.

Mehr Informationen zur Breitflügelfledermaus und weiteren heimischen Arten.


Presseecho

Die Volksstimme Schönebeck berichtet über den NABU

05.08.2019

Gudrun Sommerfeld vom NABU Schönebeck erntet Samen in der Nachtigallenoase. Volksstimmeartikel.


Jeder kann unseren Bienen helfen

Nächste Führung und praktische Hilfe für Hummel & Co. in der NABU-Nachtigallenoase

Sonnabend, den 13. Juli um 10 Uhr

Gartenhummel vor Mohnblüte
Eine Gartenhummel im Landeflug auf eine Mohnblüte - Foto: Agnes Schulz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schönebeck-Bad Salzelmen -- Tipps zur Pflanzenwahl für den eigenen Garten oder Balkon sowie praktische Ratschläge zum Insektenschutz erhalten alle neugierigen und interessierten Gäste bei der nächsten öffentlichen Führung in der NABU-Nachtigallenoase in der Chausseestraße Schönebeck am Sonnabend, den 13. Juli um 10 Uhr, zu der die NABU Gruppe Schönebeck recht herzlich einlädt.

Karlheinz Schuppe wird anhand der dortigen umfangreichen Pflanzensammlung Anregungen und Hinweise zur Pflanzenauswahl geben und aufzeigen, wie ein Hochbeet zum Nistplatz für Hummeln werden kann. Natürlich steht auch ein Besuch bei den Honigbienen im Beobachtungstürmchen auf dem Programm.

 

Die Veranstaltung ist kostenlos, jedoch wird um eine Spende gebeten.

Helfen Sie mit, einen kleinen Beitrag gegen das Insektensterben zu leisten! Kommen Sie eine Stunde früher und unterstützen uns mit kleinen einfachen Arbeiten bei der Gestaltung und Pflege des Kleinods!

Ab 9 Uhr freuen wir uns auf helfende Hände! 

 


Buntes Treiben in Frohse

Artenvielfalt im Schönebecker Stadtteil und Beringung von Jungstörchen

Bereits am 7. Juni konnte der ehemalige Revierförster Wolfgang Grönwald, die drei jungen Frohser Störche beringen. Mit Unterstützung der hiesigen Feuerwehr, die die Jungvögel behutsam aus dem Horst nach unten transportierte, beringte der 70-Jährige unter den Augen der Kindergartenkinder die Kinder von Meister Adebar und seiner Frau.
Als schönes Beispiel für Artenvielfalt in einem naturnahen Garten präsentierte uns Agnes Schulz, die uns freundlicher Weise auch die Fotos von der Beringung zur Verfügung stellte, folgende schöne Aufnahmen:
einen Distelfalter, Streifenwanzen am heranreifenden Kerbel sowie bis zu sieben Blaue Holzbienen an der Brandkrautpflanze. Eine Holzbiene trug anscheinend ein Erkennungsmerkmal auf dem Rücken (gelbes Quadrat).
Wir bedanken uns ganz herzlich für die schönen Bilder bei Agnes Schulz.

"Stunde der Gartenvögel" 2019

NABU Schönebeck lädt zum gemeinsamen Zählen

Samstag, 11. Mai 2019 in der NABU-Nachtigallenoase in Schönebeck

Blaumeise füttert Jungvogel - Foto: NABU/Rita Priemer
Blaumeisen Fütterung (Foto: NABU/Rita Priemer)

Schönebeck -- Der NABU Sachsen-Anhalt lädt wieder alle Vogelfreunde ein, bei der großen bundesweiten Gartenvogelzählung am Wochenende vom 10. bis 12. Mai mitzumachen, die zum fünfzehnten Mal in diesem Jahr stattfindet. „Wir wollen wissen: Stemmen sich unsere Gartenvögel weiter gegen den Abwärtstrend der Vogelbestände in der offenen Landschaft“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. "Seit 1980 ist mehr als jeder zweite Feldvogel in der EU verschwunden. Bei den Vögeln, die in Gärten und Parks vorkommen, sah es zumindest bisher deutlich besser aus." Allerdings gab es auch bei diesen Arten Sorgenkinder. Das betrifft vor allem Gebäudebrüter und Insektenfresser, wie Mauersegler und Mehlschwalbe. Sie finden immer weniger Nahrung und durch Gebäudesanierungen auch immer weniger Wohnraum.

 

Die Ergebnisse der Aktion „Stunde der Gartenvögel“, die zu den wichtigsten so genannten Citizen Science-Aktionen im deutschsprachigen Raum gehört, sind umso aussagekräftiger, je mehr sich beteiligen. Die ehrenamtlich erhobenen Daten liefern wichtige Informationen darüber, wie es den verschiedenen Vogelarten geht.

 

Wer nicht allein Vögel zählen möchte, kann dies mit Vogelfreunden der NABU Gruppe Schönebeck gemeinsam machen. Denn die Naturschützer beteiligen sich wieder an der Aktion und laden am Sonnabend, den 11. Mai von 10 bis 11 Uhr in der NABU-Nachtigallenoase Chausseestraße in Schönebeck ein. "Die kostenlose Veranstaltung ist eine gute Gelegenheit die heimischen Vögel und die "Nachtigallenoase" näher kennen zu lernen und mit uns ungezwungen ins Gespräch zu kommen." so Michael Wunschik vom NABU Schönebeck.

 

Bei der Vorjahreszählung belegten in Sachsen-Anhalt die ersten drei Plätze Haussperling, Amsel und Star. Insgesamt wurden von über 1.300 Vogelfreunden 35.000 Vögel im Bundesland gemeldet. Deutschlandweit hatten fast 57.000 Teilnehmer mitgemacht. Auch hier gewann wieder der Haussperling vor Amsel und Kohlmeise.

 

Und so geht's

Für eine Stunde sollte ein guter Beobachtungsplatz bezogen und von jeder Vogelart die höchste Zahl notiert werden, die im Laufe dieser Stunde gleichzeitig zu sehen ist - das vermeidet Doppelzählungen! Beispiel: Werden zwei Kohlmeisen gleichzeitig gesehen - notiert man eine "2". Wird ein paar Minuten später eine Kohlmeise gesehen, bleibt es bei der "2" - bitte nicht addieren! Werden jedoch drei Kohlmeisen später gleichzeitig gesehen, dann wird eine "3" notiert, da dies die höhere Anzahl von gleichzeitig gesehenen Kohlmeisen ist. 

Hier gibt es auch eine Zählhilfe.

 

Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de und mit der kostenlosen NABU Vogelführer App unter www.NABU.de/vogelwelt gemeldet werden.

Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1157115 werden die Zählergebnisse am 11. und 12. Mai 2019 von 10 bis 18 Uhr auch direkt entgegen genommen. Oder den ausgefüllten Meldebogen vom Flyer abtrennen und an den NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin schicken.

Teilnahmeflyer zur NABU-Aktion liegen unter anderem in den Stadtinformationen, in der Stadtbibliothek und im Heimattiergarten Bierer Berg aus. Meldeschluss ist der 20. Mai 2019.


Frohser Storchen- und Turmfalkenpaar emsig

"Lebensraum Kirchturm" im Stadtteil Frohse gut bewohnt

Ende April 2019

Storchenweibchen mit Jungen auf Horst der Frohser Kirche - Foto: Agnes Schulz
Storchenweibchen füttert die ersten Jungen (Foto: Agnes Schulz)
Schönebeck-Frohse -- Und wieder ist die Wohngemeinschaft des Frohser Kirchturms im Frühlingsfieber. Turmfalken sowie das Storchenpaar kümmern sich liebevoll um den Nachwuchs. So brüten Falco (falco tinnunculus) und Frau auf sechs Eiern während bei Familie Adebar bereits drei Jungevon der Storchenmama gefüttert werden. Ein Nesthäkchen scheint noch zu zögern und bereitet sich noch auf das Schlüpfen vor.

Hilfe für unsere Insekten kann jeder leisten

Erste Führung und praktische Hilfe für die Bienen in der NABU-Nachtigallenoase

Samstag, den 4. Mai um 10 Uhr (helfende Hände gerne schon ab 09 Uhr)

Eingang mit Schild - NABU-Nachtigallenoase
Eingang zur NABU-Nachtigallenoase (Foto: Gudrun Edner)

Schönebeck-Bad Salzelmen -- Mit der Frühlingssonne sind auch unsere Insekten erwacht! Sie sind nun auf der Suche nach Nahrung, Futterpflanzen für die Nachkommen und geeigneten Nistplätzen. Doch diese finden sie immer weniger. Wildbienen und andere Fluginsekten finden vor allem kein ausreichendes Nahrungsangebot in den warmen Monaten mehr. Wildkräuter an Wegesrändern, Feldrainen, Wiesen, Gärten und in öffentlichen Grünanlagen sind oft nicht erwünscht, werden bekämpft oder erliegen den hohen Mahdintervallen, die eine längere Blühphase oder gar Samenreife verhindern. 

 

 

In der "NABU-Nachtigallenoase" finden Insekten die für sie geeigneten Pflanzen vor, um Nahrung aus den Blüten bis zum Herbst zu erlangen oder sie für ihre Entwicklung zu nutzen. 

 

Tipps zur Pflanzenwahl für den eigenen Garten oder Balkon sowie praktische Ratschläge zum Insektenschutz erhalten alle neugierigen und interessierten Gäste bei der ersten öffentlichen Führung in der NABU-Nachtigallenoase in der Chausseestraße Schönebeck am Sonnabend, den 4. Mai um 10 Uhr, zu der die NABU Gruppe Schönebeck recht herzlich einlädt. Karlheinz Schuppe wird anhand der umfangreichen Pflanzensammlung vor Ort, Anregungen und Hinweise zur Pflanzenauswahl geben. Natürlich steht auch ein Besuch bei den Honigbienen im Beobachtungstürmchen auf dem Programm. Die Veranstaltung ist kostenlos, jedoch wird um eine Spende gebeten.

 

Helfen Sie mit, einen kleinen Beitrag gegen das Insektensterben zu leisten! Kommen Sie eine Stunde früher und unterstützen uns mit kleinen einfachen Arbeiten bei der Gestaltung und Pflege des Kleinods. Ab 9 Uhr freuen wir uns auf helfende Hände!  

 

Die NABU- Nachtigallenoase ist ein ehemaliger Kleingarten am Stadtrand von Schönebeck, der - unter anderem mit finanzieller Hilfe der Stadtwerke Schönebeck (SWS) - zu einer praxisnahen Umweltbildungstätte entwickelt wurde. Die Bedeutung und Schönheit einer hohen Artenvielfalt von einheimischen Pflanzen und Kleinstlebewesen werden auf dem Gelände jedes Jahr vielen Kindern sowie Grundstücksbesitzern und Balkonliebhabern vorgestellt.

 

Wußten Sie, dass:

  • geeignete frühblühende Insektennährpflanzen für den Garten beispielsweise Winterling, verschiedene Weidenarten, Kornellkirsche, Taubnessel, Leberblümchen, Frühlingskrokus, Schneeheide (auch für Balkonkästen geeignet), Thymian/ Zitronen-Thymian und Milchstern sind?
  • seit 20 Jahren in einigen Gegenden Deutschlands 80 Prozent der Insekten zurückgegangen ist?
  • dadurch massenweise Fluginsekten fehlen, die zwar das Reinigen unserer Autofrontscheiben einsparen, aber auch als Nahrung für viele Vogelarten fehlen?
  • Pflanzenschutzmittel, insbesondere mit dem Wirkstoff aus der Reihe der Neonicotinoide, dafür wahrscheinlich verantwortlich sind?
  • Honigbienen und andere Blütenbesucher auf die Schädlingsbekämpfungsmittel sehr empfindlich reagieren und ihre Fortpflanzung negativ beeinflussen?

NABU lädt in die Nachtigallenoase

Hilfe für Wildbienen: Tipps zum Insektenhotel und zur Pflanzenauswahl

Samstag, den 13. April 2019 von 14 bis 15 Uhr

blaue Holzbiene an Blumenblüte
Die Blaue Holzbiene ist regelmäßige Blütenbesucherin in der "NABU-Nachtigallenoase" | Foto: Yvetta Schöne

Schönebeck Bad Salzelmen -- Mit der Frühlingssonne erwachen auch die Insekten! Sie sind nun auf der Suche nach Nahrung. Blütenbesucher fliegen gezielt Frühblüher an, um sich am Nektar zu stärken. Neben den uns bekannten und weit verbreiteten Schneeglöckchen, Winterlingen und Krokussen bieten wilde heimische Pflanzenarten wie Weiden oder Taubnesseln erste Optionen für Bienen-Buffets.

 

Doch die Blütenbesuche nehmen seit einigen Jahren ab. Wildbienen und andere Fluginsekten finden kein ausreichendes Nahrungsangebot in den warmen Monaten mehr. Wildkräuter an Wegesrändern, Feldrainen, Wiesen, Gärten und öffentlichem Grün sind oft nicht erwünscht, werden bekämpft oder erliegen den hohen Mahdintervallen, die eine längere Blühphase oder gar Samenreife ausschließen. 

 

In der "NABU-Nachtigallenoase" finden Insekten die für sie geeigneten Pflanzen vor, um Nahrung aus den Blüten bis zum Herbst zu erlangen oder sie für ihre Entwicklung zu nutzen. Wie kann ich das auch in meinem Garten oder auf meinem Balkon erreichen? Welche Pflanzen helfen unseren Insekten? Was muss ich beim Bau oder Kauf eines Insektenhotels beachten?  

 

Antworten auf diese Fragen erhalten alle interessierten Gäste am Sonnabend, den 13. April von 14 bis 15 Uhr in der "Nachtigallenoase". Karlheinz Schuppe von der NABU Gruppe Schönebeck wird Hummel & Co. näher vorstellen, Tipps zur Pflanzenauswahl für den eigenen Garten oder Balkon geben und aufzeigen, wie ein Insektenhotel erfolgversprechend besiedelt werden kann. Denn vor dem Kauf oder Bau eines Insektenhotels gibt es einige wichtige Dinge zu beachten, damit Wildbienen es auch tatsächlich nutzen können. 

 

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, das Gelände der "Nachtigallenoase" zu erkunden und die dortigen Honigbienen zu besuchen. Für Getränke und einen kleinen selbstgemachten Imbiss mit frischen Kräutern aus der "Nachtigallenoase" wird gesorgt.

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei, jedoch wird um eine Spende gebeten. 

 

Kommen Sie vorbei, informieren Sie sich und helfen Sie mit, einen kleinen Beitrag gegen das Insektensterben zu leisten!

 

Die "NABU-Nachtigallenoase" wird von den Stadtwerken Schönebeck (SWS) unterstützt und befindet sich in der Chausseestraße am Ortsausgang Schönebeck.

 

Weitere Informationen unter www.nabu-schoenebeck.de/unsere-gärten/nachtigallenoase/ 


Krötentaxi oft leer am neuen Standort

Dafür verschiedene Passagiere und viele junge Taxifahrer*innen

30./31. März 2019

Moorfrosch, Nahaufnahme, Kinderhand
Seltener Taxifahrer - ein Moorfrosch | Foto: Marcel Majchrzak

Gefunden wurde an der neuen Amphibienhaltestelle nicht viel, dafür aber waren die "Zaungäste" umso abwechslungsreicher und spannend. Am Sonnabend, 30.03.19, trafen die jungen Chauffeure und Chauffeurinnen an: zwei Moorfrösche, fünf Erdkröten, eine Rotbauchunke, einen Kammmolch und eine Waldeidechse. Am darauffolgenden Sonntag, 31.03.19, galt es einen Moorfrosch, eine Knoblauchkröte und zwei Rotbauchunken zu befördern.

 

Wir bedanken uns bei allen Kindern, deren Eltern sowie allen anderen Unterstützern für die diesjährigen Taxi-Aktionen. Ebenfalls bei Marcel Majchrzak und Gudrun Edner für die Fotos.


"Welcher Vogel singt denn da?"

Mit dem NABU unterwegs

Frühjahr 2019

Nachtigall im Strauch
Die Nachtigall ist die Meistersängerin in unserer Vogelwelt - Foto: Tom Dove

Schönebeck-Bad Salzelmen -- Es ist unverkennbar! Der Frühling ist da und lässt die Natur zu neuem Leben erwachen! Die Farben und Gerüche unzähliger Blüten, das spriessende Grün, das Summen der Insekten und das Gezwitscher der Vögel - unsere Sinne nehmen die Zeichen wahr!

Der aufmerksame Naturfreund hat auch längst bemerkt, dass mit Zunahme der Tageslänge Amsel, Meisen, Finken & Co. verstärkt akustisch auf sich aufmerksam machen. Und da mit jedem Tag nicht nur die Anzahl der Vögel, sondern auch die Zahl der Arten zunimmt, wächst die Schar der gefiederten Konzertvirtuosen. Unter den Singvögeln hat jede Art ihren eigenen Gesang - doch die Botschaft ist gleich: "Revier besetzt! Partner erwünscht!"

Doch welche Vogelarten kommen eigentlich bei uns vor und zeigen ihre Gesangskünste? Wer sich diese Frage schon einmal gestellt hat und eine Antwort darauf bekommen möchte, ist bei den geführten NABU-Vogelstimmenwanderungen genau richtig!

Denn die NABU Gruppe Schönebeck lädt auch in diesem Jahr wieder dazu ein, die heimische Vogelwelt näher kennen zu lernen. Bei dem ein- bis zweistündigen unterhaltsamen Spaziergang vom Kurpark ins Tannenwäldchen und zurück mit dem Biologen Michael Wunschik von der NABU Gruppe Schönebeck haben Interessierte am Freitag, den 12. April um 19 Uhr dazu die Gelegenheit.

Treffpunkt ist der "Hexenhügel" am Soleturm im Kurpark in Schönebeck-Bad Salzelmen.

 

Weitere Termine sind der darauf folgende Freitag, der 26. April und ebenfalls Freitag, der 03. Mai, jeweils 19 Uhr am gleichen Treffpunkt.

 

Die Veranstaltungen sind kostenfrei, jedoch wird um eine Spende für die NABU-Gruppe gebeten.   


Adebar & seine bessere Hälfte sind zurück

Das Storchenpaar ist wieder auf dem Kirchendach in Frohse eingezogen

Feb./März 2019

Storchenpaar auf dem Horst des Kirchendachs in Frohse
Das gleiche Pärchen der letzten zwei Jahre ist wieder zurück - Foto: Agnes Schulz

Schönebeck-Frohse -- Die Gravur ihrer Ringe bestätigt es: Das Storchenpaar, das auch schon in den letzten zwei Jahren auf dem Horst des Kirchendachs in Frohse die wärmere Zeit des Jahres verbrachte, ist seit wenigen Tagen wieder vereint. Das noch junge Paar konnte bereits zwei Mal erfolgreich Nachwuchs in Frohse großziehen und für die große Reise vorbereiten.

Sichtungen einiger unserer Gruppenmitglieder bestätigen ebenfalls, dass die beiden Stelzvögel immer wieder ausfliegen, um ihren Horst herzurichten. Bis auf die Frohser Berge konnten ihre Sammlungsflüge beobachtet werden.

 

Wir wünschen Adebar und seiner Frau, unseren Wappentieren, alles Gute für die bevorstehende Saison und bedanken uns bei Agnes Schulz für die Meldung und das Beweisfoto. 


Molche, Kröten & Co. überqueren wieder die Straßen

ACHTUNG! Neuer Treffpunkt für alle Helfer des NABU-Krötentaxi!

Krötenschutzzaun am Standort Haberlandbrücke - Foto: Carolin Meyer
Amphibienschutzzaun Standort "Haberlandbrücke" (Foto: NABU SBK/Carolin Meyer)

Schönebeck-Elbenau -- Jetzt ist es wieder soweit. Nachdem sie den Winter in Wald oder Garten in frostsicheren Verstecken zugebracht haben, ziehen Molche, Kröten, Frösche und Unken nun wieder bei feucht warmer Witterung zu ihren Geburtsgewässern um abzulaichen. Uralte Instinkte sind dafür verantwortlich, daß die Tiere ohne Rücksicht auf Verluste immer wieder die Gewässer aufsuchen, in denen sie selbst als Kaulquappe ihr Leben begannen. In diesem Jahr können milde Temperaturen für frühere Wanderungen sorgen, in der Regel liegt die Hauptwanderzeit Mitte März bis April, je nach Witterungsverlauf.

 

Dort, wo alte Amphibienwanderwege auf neue Straßen treffen, werden alljährlich unzählige Tiere überfahren. Grund genug für die Naturschützer einzugreifen. Sie agieren als Kröten-Lotsen. „Nicht die natürlichen Feinde, sondern der Mensch und speziell der Autoverkehr machen unseren Amphibien jetzt das Überleben so schwer“, erläutert Annette Leipelt vom NABU Landesverband. „An den meisten Straßen gibt es keine technischen Einrichtungen zum Schutz der Tiere.“ Oft weisen aber Schilder auf Wanderungen hin, Rücksicht auf wandernde Frösche und Kröten zu nehmen, langsamer zu fahren, denn das Absammeln ist auch für die Helfer nicht ungefährlich. „Viele Naturschützer sichern die gefährdeten Abschnitte teilweise mit Krötenzäunen, die sie während der Wanderzeit insbesondere in den Morgenstunden kontrollieren, um die Tiere, die so von der Straße ferngehalten werden, über die Straße tragen zu können“, so Annette Leipelt. „Die Handarbeit ist hier seit Jahren unverzichtbar. Wir möchten erreichen, daß an den gefährdeten Abschnitten bei Straßensanierungs-maßnahmen Krötentunnel als Teil der ökologischen Durchgängigkeit mit vorgesehen werden, denn das Absammeln an den Krötenzäunen kann nur eine Zwischenlösung sein. Bisher ist das an einigen Stellen bereits im Zuge von Straßensanierungen erfolgt, aber das reicht noch längst nicht aus.“

 

Seit vielen Jahren kämpfen Naturschützer gegen den Amphibientod auf unseren Straßen. Jedes Jahr sind NABU-Gruppen und Naturschutzbehörden im Land aktiv, stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an.

Diese ehrenamtliche Arbeit ist auf zahlreiche Helferinnen und Helfer angewiesen. Dem aufmerkamen Verkehrsteilnehmer wird nicht entgangen sein, dass vor kurzem auch die Krötenzäune im Salzlandkreis wieder aufgebaut wurden. Die Untere Naturschutzbehörde des Salzlandkreises hat die Errichtung der Schutzeinrichtungen veranlasst. Während der Wanderzeit, insbesondere in den Morgenstunden werden die Schutzzäune täglich kontrolliert und die vom Überqueren der Straße abgehaltenden Lurche sicher zu ihren Laichgewässern gebracht.

 

Die NABU Gruppe Schönebeck lädt wieder alle kleinen und großen freiwilligen Helfer zur Aktion "Krötentaxi" ein, um die in den Fangeimer gefallenen oder am Zaun gefundenen Lurche in das "Krötentaxi" zu setzen und gemeinsam über die Straße zum Laichgewässer zu transportieren. Die jeweiligen Arten werden näher vorgestellt und es besteht für jeden Teilnehmer die Möglichkeit, die Tiere "hautnah" zu erleben."Achtung! Wir werden uns in diesem Jahr nicht am Amphibienschutzzaun an der Kreisstraße nach Ranies treffen!" weist Michael Wunschik vom NABU Schönebebeck auf einen Wechsel der "Taxiroute" hin. Neuer Treffpunkt ist am Sonnabend, den 23. März und Sonntag, den 24. März sowie am Sonnabend, den 6. April und Sonntag, den 7. April jeweils um 9 Uhr der Amphibienschutzzaun an der Kreisstraße zwischen Elbenau und PlötzkyDer Zaun befindet sich von Elbenau kommend rechts nach dem Wald und vor der Deichüberfahrt. Parkplätze sind an der Haberlandbrücke vorhanden.

Wer eine Warnweste besitzt, wird gebeten, diese mitzubringen.

 

Weitere Infos und Bilder zur Aktion finden sie hier.

 

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Anfahrt für das Krötentaxi an der "Haberlandbrücke" 2019
Treffpunkt_Kroetentaxi.pdf
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Download
Lageplan Krötentaxi "Haberlandbrücke" 2019
Bitte den Parkplatz an der Haberlandbrücke nutzen!
Treffpunkt_Kroetentaxi_detail.pdf
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Zusatz-Informationen

  •  Aufgrund der Verschärfung der Gefährdungssituation schätzen Experten ein, dass mittlerweile 16 der 18 Amphibienarten in Sachsen-Anhalt in die Rote Liste der gefährdeten Arten eingestuft werden müssen. Besonders die Vernichtung und Beeinträchtigung der Laichgewässer sowie der Straßenbau und Verkehr wirken sich gravierend auf die Bestände aus.
  • Der Beginn der Wanderung wird durch die innere Uhr der Tiere sowie die Außentemperatur gesteuert und beginnt in der Regel, wenn die Nachttemperaturen 5°C überschreiten. Regen verstärkt die Wanderbereitschaft. Hauptwanderzeit ist März bis April.
  • Die Erdkröte benötigt etwa 10 bis 20 Minuten, um eine 15 m breite Straße zu überqueren. Untersuchungen haben ergeben, daß bei einer Verkehrsdichte von 60 Autos pro Stunde bereits 90% der wandernden Erdkröten überfahren werden, die teilweise auf ihrer Wanderung zum Laichgewässer bis zu 2 km zurücklegen können. So passiert es, daß alljährlich unzählige Tiere überfahren werden, wo alte Amphibienwanderwege auf neue Straßen treffen. Aber auch die Verkehrszunahme an bislang wenig befahrenen Straßen kostet zahlreichen Tieren das Leben.
  • Frösche sind zusätzlich gefährdet, weil sie nicht fliehen, sondern im Scheinwerferlicht verharren.
  • Bundesweit werden jährlich über 2000 Amphibienzäune aufgebaut. Diese ehrenamtliche Arbeit ist auf zahlreiche Helfer angewiesen. Der NABU bietet deshalb unter www.nabu.de/kroetenwanderung Sonderseiten zum bundesweiten Wandergeschehen an. Hier erhält man Informationen zu besonderen Ereignissen, über den Standort von Krötenzäunen und wo Helfer gebraucht werden.

 

Wer mehr wissen möchte, kann die 56-seitige NABU-Amphibienschutzbroschüre „Frösche, Kröten und Molche“ gegen Beilage von 2 Briefmarken á 1,45 € beim NABU Landesverband, Schleinufer 18a in 39104 Magdeburg bestellen. In der Broschüre werden alle heimischen Arten ebenso wie die möglichen Schutzmaßnahmen vorgestellt. Dazu gibt es Tipps für amphibiengerechte Gärten und Gartenteiche.


Sei aktiv für unsere Wildbienen!

04. März 2019

Hochbeet in der NABU-Nachtigallenoase (Foto: Gudrun Edner)
Hochbeet in der NABU-Nachtigallenoase (Foto: Gudrun Edner)

Möchten Sie gern aktiv Gärtnern und Mitgestalten für Hummel & Co.? Dann haben Sie die Möglichkeit, gemeinsam mit uns in der Nachtigallenoase am Sonnabend, den 09. März ab 9.30 Uhr mitzuwirken. Die NABU-Nachtigallenoase befindet sich in der Chausseestraße am Ortsausgang von Schönebeck in Richtung Biere. Hier gelangen Sie zum Routenplaner.

 
Machen Sie mit! Wir freuen uns auf Sie!

Die Feldlerche im freien Fall

Vortrag zum Vogel des Jahres 2019

am 22. Februar 2019 im Hotel Domicil (Schönebeck)

Feldlerche in Agrarlandschaft
Feldlerche (Foto: Manfred Delpho)

Schönebeck - NABU und LBV haben die Feldlerche nach 1998 zum zweiten Mal zum "Vogel des Jahres" gewählt. Das ist leider kein gutes Zeichen!

 

Nach dem Star trägt nun erneut ein Vogel der Agrarlandschaft den Titel "Vogel des Jahres". Die Forderung der beiden Naturschutzverbände ist mit der Wahl klar und eindeutig: eine grundlegende Änderung der europäischen Agrarpolitik. "Trotz aller Anstrengungen war die erste Wahl zum Vogel des Jahres leider nicht genug, um die Art zu retten. Denn der alarmierende Rückgang bei den Beständen dieses ehemaligen Allerweltsvogels setzte sich fort", sagt Heinz Kowalski, NABU-Päsidiumsmitglied.

Die Feldlerche steht stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil noch schlechter geht.

 

Mit deutschlandweit 1,3 bis 2 Millionen Revieren gehört sie zwar zu den häufigen Vögeln, allerdings befinden sich ihre Bestände im freien Fall. Ein Drittel sind in den vergangenen 25 Jahren verschwunden. Auch in Sachsen-Anhalt ist der Charaktervogel der Felder unmittelbar von der modernen hoch technisierten Landwirtschaft betroffen. Zwar noch mit 150.000 bis 250.000 Revieren im Bundesland weit verbreitet, nahm ihr Bestand zwischen 1990 und 2015 jedoch um 20 bis 50% ab! Es mangelt vor allem an geeigneten Brutflächen auf den Feldern und Wiesen sowie an der Möglichkeit zwei- bis dreimal im Jahr Junge großzuziehen, das durch schnellwachsende dichtstehende Kulturen und dem Rückgang von unbewirtschafteten Brachflächen immer seltener wird.    

Aus heutiger Sicht ist es daher schwer vorstellbar, das der Vogel im 18./19. Jahrhundert einst so häufig vorkam, dass "niemand ihn übersehen kann". Johann Friedrich Naumann, der Begründer der wissenschaftlichen Vogelkunde in Mitteleuropa und aus der Nähe von Köthen stammend und wirkend, schrieb "die Lerchen zu beschreiben ist überflüssig...". 

 

>> Die NABU Gruppe Schönebeck lädt alle interessierten Vogelfreunde zum Vortrag über die Feldlerche am Freitag, den 22. Februar um 
18 Uhr
 in das Hotel "Domicil" in der Friedrichstraße 98a ein. Michael Wunschik wird den begabten Himmelsvogel und Frühlingsboten näher vorstellen.

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei; jedoch wird um eine Spende gebeten.


NABU-Mitgliederversammlung

inkl. Vorstandswahlen am 19. Januar 2019

Der neue NABU OG SBK Vorstand (6 Personen)
Neuer Vorstand der NABU OG Schönebeck: v.h.l.: Jens Thesenvitz (Beisitzer), Marcel Majchrzak (Beisitzer), Michael Wunschik (Vorsitzender); vorn links: Gudrun Sommerfeld (Stellvertreterin), Antje Knopf (Schatzmeisterin) und Gudrun Edner (Stellvertreterin)

Der Einladung zur Mitgliederversammlung folgten 20 Mitglieder und sechs Gäste. Die umfänglichen Aktivitäten der NABU Gruppe Schönebeck aus dem letzten Jahr wurden anschaulich vom Vorstandsvorsitzenden, Michael Wunschik dargelegt. Diesen Bericht sowie die geplanten Arbeitsfelder und Veranstaltungen 2019 nutzten die Teilnehmer, um das Engagement der ehrenamtlichen Naturschützer hervorzuheben und um Anmerkungen, Hinweise und Statements abzugeben. Auf eine gute finanzielle Grundlage gestellt, soll der Arbeitsplan umgesetzt werden.

 

 

 

Bei der Vorstandswahl wurden neue Posten besetzt. Unter anderem kandidierte der Schatzmeister, Gebhard Edner, nicht mehr für diese Funktion.

Die Mitgliederversammlung dankte Edner für seine langjährigen Verdienste und Antje Knopf wurde als neue Schatzmeisterin einstimmig gewählt. Neu im sechsköpfigen Vorstand ist auch Marcel Majchrzak als Beisitzer.    

Karheinz Schuppe leitete nicht nur die Versammlung, sondern demonstrierte anhand eines Modells seine Idee eines sternförmigen Hochbeetes für die "Nachtigallenoase". Die NABU Gruppe Schönebeck mit seinen 77 Mitgliedern hofft, dass sich bedingt durch das aktuelle Thema "Insektensterben" hilfsbereite Naturfreunde in der "Nachtigallenoase" einfinden, wenn kleinere praktische Arbeiten im Freien für Hummel & Co. stattfinden. 

 

Wir wünschen unserem neuen (alten) Vorstand allzeit gute Arbeit und allen schöne Naturerlebnisse in 2019.


Deutschlands größte Vogelzählung startet wieder!

"Stunde der Wintervögel" auch in der NABU-Nachtigallenoase

Dezember 2018

Rotkehlchen an Futterknödel - Miriam Ziepert
Rotkehlchen - Foto: Miriam Ziepert
NABU und LBV rufen wieder zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ vom 04. bis 06. Januar 2019 auf. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und dem NABU zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten des Siedlungsraums, wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Zudem lassen sich vielleicht auch  Wintergäste beobachten.
                
Und so wird es gemacht:
Suchen Sie sich einen Platz und eine beliebige Stunde an dem Wochenende für das Zählen aus. Notieren Sie nun innerhalb einer Stunde von jeder Art die höchste Anzahl der Vögel, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen war. Das vermeidet Doppelzählungen. Beispiel: Sehen Sie zunächst nur eine Amsel und ein paar Minuten später zwei Amseln gleichzeitig, so werden diese zwei gezählt. Es sind dann keine drei! Es sollen vor allem die häufigen Ihnen zumeist bekannten Vogelarten gezählt werden. Eine besondere Qualifikation, außer dem Interesse an der Vogelwelt, ist für die Teilnahme daher nicht nötig.
Hilfen zur Bestimmung bieten Vogelbücher oder Online-Tipps unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/voegel-bestimmen/index.html  

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Die Langzeitstudie liefert Naturschützern eine Fülle wertvoller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt. Bei der letzten Zählung im Januar 2018 haben sich insgesamt mehr als 136.000 Vogelfreunde beteiligt und rund 3,5 Millionen Vögel gemeldet; in Sachsen-Anhalt nahmen 2591 Vogelzähler an der Aktion teil.

 

Für alle, die nicht alleine zählen wollen, lädt die NABU Gruppe Schönebeck am 05. Januar wieder zum gemeinsamen Zählen in die "Nachtigallenoase" in der Chausseestraße ein. Von 10 bis 11 Uhr werden die Vögel beobachtet, bestimmt und gezählt. Dabei erhalten alle interessierten Gäste Tipps zur Bestimmung der Vögel und zur Winterfütterung. Bei der letzten Zählung im Januar 2018 wurden in dem Kleinod am Stadtrand von Schönebeck insgesamt 60 Vögel aus neun Vogelarten gezählt. 

 

Meldeschluss für die „Stunde der Wintervögel“ 2019 ist der 15. Januar.

 

Informationen zur Aktion finden Sie unter www.stundederwintervoegel.de  einen druckfähigen Teilnahmebogen zur Verwendung in Printmedien sowie die Meldemöglichkeit zur „Stunde der Wintervögel“ als Widget für Onlinemedien gibt es unter www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ueber-die-aktion/medieninfos.html, Pressebilder unter www.NABU.de/pressebilder_stundederwintervoegel

 

Für die kleinen Vogelfreunde schließt sich die "Schulstunde der Wintervögel" vom 07.-11. Januar dann an, zu der die Naturschutzjugend (NAJU) einlädt. Kinder können auf dem Schulhof, im Park oder Garten eine Stunde lang Vögel zählen und kennen lernen. Ein Poster mit den häufigsten Wintervögeln, eine Zählkarte für Kinder sowie ein Vogel-Quiz können ab Dezember auf www.naju.de/sdw heruntergeladen werden.


Pflanzaktion macht das kommende Frühjahr bunt

Groß und Klein, Jung und alt steckten 7.000 Frühblüher-Zwiebeln

10. Oktober 2018

Wie 2017 fand auch diesen Herbst die erste Aktion im Barbyer Friespark statt. In vorangegangenen Jahren kamen bei verschiedenen Aktionen knapp 17.000 Zwiebeln in die Erde, aber auch vorher blühte es hier gerade im Frühjahr schon ganz ordentlich. Beispielsweise hat irgendjemand in der Vergangenheit bereits Scilla, Narzissen und Schneeglöckchen gesetzt. Dem oder den unbekannten Pflanzern sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt.
Besonders die Schneeglöckchen haben inzwischen sehr hübsche Bestände gebildet. Und wo das Schneeglöckchen sich wohl fühlt, gedeiht der Krokus erst recht. Vor allem dann, wenn die Flächen nach der Blüte entsprechend dem Lebenszyklus der Frühblüher nicht zu früh gemäht wird - was in Barby jedes Jahr hervorragend klappt.
Die Zwiebelblumen danken es mit alljährlich wiederkehrender Blüte, was nicht nur die Insekten freut. Grund genug also, hier für noch mehr Frühlingsbunt zu sorgen.
 
Pünktlich zum Start wurde der Frühnebel von herrlichstem Sonnenschein und beinahe sommerlichen Temperaturen vertrieben. Dank vieler kleiner und großer Hände waren alle Zwiebeln ruckzuck weggepflanzt. Fleißig dabei waren Kinder und Betreuer des Hortes der benachbarten Grundschule, der AWO Jugendclub "Teen Club" Barby, mehrere Mitarbeiter des Bauhofes (die zur Vorbereitung kurz vorher eigens noch die Fläche gemäht haben), Verteter vom NABU Schönebeck und Erdgas Mittelsachsen GmbH. Letztere hat auch die diesjährigen Zwiebeln gesponsert: insgesamt 7.000 Stück. Hauptsächlich Wildkrokusse, aber auch andere Krokusarten in verschiedenen Blau- und Cremetönen, Schneeglanz und frühe Iris fanden Verwendung. Einen Pflanzplan gab es nicht - der Zufall bringt in solchen Pflanzungen die schönsten Ergebnisse hervor.
 
Das Frühjahr wird also bunt.

 

Honigkostproben gab es ebenfalls zur Stärkung.

 

Fotos: Antje Knopf & Sebastian Rabach (EMS)


Umweltbildung in Schönebeck

Ferienkinder des Horts "Ratzefummel" zu Gast beim NABU

04. Juli 2018

Am Mittwoch, den 04. Juli, war es bunt und heiter in der Nachtigallenoase. Es wurde kein neuer Blühstreifen gesät sondern 18 Schulkinder der Klassenstufen 1 bis 4 waren zu Gast. Der Hort der Volkssolidarität "Ratzefummel" aus Bad Salzelmen bot den Kindern Naturerfahrungen aus erster Hand im Ferienprogramm. 

 

 

 

 

Heupferd, Feuergoldwespe und verschiedene andere Insekten sowie deren bevorzugte Pflanzenwelt konnten die jungen Naturforscher mit ihren Becherlupen untersuchen und bestaunen.

 

Karlheinz Schuppe zeigte den naturbegeisterten Kindern wie der Honig ins Glas kommt und kümmerte sich somit um den Imkernachwuchs.

Unterstützung fand er an diesem Tag von Gudrun Edner, Michael Wunschik und Jens Thesenvitz. 


Ein herzlicher Dank den Kindern des Horts "Ratzefummel" und unseren Ehrenamtlichen für das Vermitteln von Natur- und Umweltwissen.

Der Volksstimme Schönebeck, um Redakteurin Emily Engels danken wir für den Artikel.

 

Fotos: Gudrun Edner


Der NABU beim Elbebadetag mittenmang

96 Schwimmer*innen und reges Treiben bei Kaiserwetter

01. Juli 2018

Die NABU Ortsgruppe Schönebeck hat sich traditionell am 17. Elbebadetag beteiligt. Viele Interessierte säumten den Stand um sich über hiesige Flora und Fauna sowie den Verein zu informieren. Die Stadt Schönebeck veröffentlichte einen ausführlichen Artikel - bei dem allerdings die sportlichen Ergebnisse etwas im Vordergrund stehen. Nichtsdestotrotz möchten wir diesen hier doch verlinken. Link

 

Ein großes Team unserer OG war an der Elbe vor Ort. Vielen Dank an Hans-Jürgen Schmidt für die Fotografien. 


Neues von den Störchen und Falken

Rasantes Wachstum und erste Flügeltests

25. Juni 2018

Jungstörche auf Horst bei ersten Flügelschlägen
Jungstörche unternehmen ihre ersten Flügelschläge - Foto: Agnes Schulz

Knapp zwei Wochen ist es erst her, da wurden die Jungstörche auf der Frohser Kirche beringt. Nun haben die vier Geschwister bereits erste Flügelschläge im familiären Horst unternommen. Allzu lange lassen die ersten Flugversuche mit Sicherheit nicht auf sich warten. 

 

 

 

 

 

Auch bei den Turmfalken an der Frohser Kirche tut sich einiges. So konnten die vier jungen Falken bereits in die Kamera 'lächeln' beim letzten Besuch von Agnes Schulz am 25. Juni 2018. Ein rasantes Wachstum legten die vier Nesthocker in gerade einmal zwei Wochen hin.

 

Bei dieser Gelegenheit schaute Agnes Schulz auch gleich an die Elbwiesen und sah unzählige Weißlinge und begrünte Sandbänke in der Elbe. Vermutlich mit Wasserlinsen. 
Alles in Allem - schön in Frohse für Flora und Fauna.

 

Ein herzliches Dankeschön an Agnes Schulz für diese wunderbaren Aufnahmen.

 

Fotos: Agnes Schulz


Jungstörche haben jetzt einen "Ausweis"

Beringungsaktion mit Hilfe der Feuerwehr Frohse

11. Juni 2018

Vier junge Turmfalken sind im Nistkasten der Kirche in Frohse (Foto: Agnes Schulz)
Vier junge Turmfalken sind im Nistkasten der Kirche in Frohse (Foto: Agnes Schulz)

Wie uns Agnes Schulz aus Frohse mitteilte, erhielten am letzten Freitag in einer sehr schnell anberaumten Aktion die vier Jungstörche einen Ring der Vogelwarte Hiddensee. Dazu wurden die kleinen Adebare erstmalig von der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Nest entnommen, so dass sie vom Beringer Wolfgang Grönwald aus Magdeburg auf dem Kirchhof beringt werden konnten. Es war die Gelegenheit, die Jungvögel mal aus nächster Nähe zu betrachten und sie zu fotografieren. Danach wurden sie natürlich wieder zurück aufs Nest gesetzt.

 

Weitere Info´s und Bilder zum diesjährigen Brutverlauf und zu den Brutjahren hier

Die Turmfalken brüteten ebenfalls vier Junge aus.
Fotos: Agnes Schulz

Kinder bestanden erfolgreich Prüfung

Wieder neue "Waldfüchse" aus der KITA "Knirpsenland"

7. Juni 2018

Die stolzen "Waldfüchse" der KITA "Knirpsenland" (Foto: NABU Schönebeck)
Die stolzen "Waldfüchse" der KITA "Knirpsenland" (Foto: NABU Schönebeck)
Am letzten Dienstag war es nun soweit: die Prüfung der Waldfuchskinder im Kindergarten "Knirpsenland". Es wurden vom Förster Herrn Klose von der Schutz-gemeinschaft Deutscher Wald (SDW) aus Magdeburg viele Fragen an die zukünftigen "Waldfüchse" gestellt, welche die Kinder beantworteten. Anhand von Geweihen und Samen von Waldbäumen ergaben sich schon die Themen von selbst. Am Ende der Gesprächsprüfungs-runde gab es für jedes Vorschulkind einen Waldfuchsausweis und für den Kindergarten "Knirpsenland" eine große Urkunde für die bestandene Prüfung und eine Auszeichnung der Waldfüchsteilnehmer.
 
Es gab auch ein herzliches Dankeschön für unsere Gudrun Edner, die diese Gruppe über das Jahr begleitet hatte und dies bereits seit ein paar Jahren in der Einrichtung tut. Auch sie hatte eine Überraschung für die Kinder: ein Heft "Naturschutz im Urlaub" und als süße Belohnung eine Tüte Gummibärchen.

Renaturierte Elbaue besichtigt

Exkursion nach Vockerode

3. Juni 2018

Begrüßung an der Informationstafel zum Auenpfad LIFE+ Projekt "Elbauen bei Vockerode" (Foto: Gudrun Edner)
Begrüßung an der Informationstafel zum Auenpfad LIFE+ Projekt "Elbauen bei Vockerode" (Foto: Gudrun Edner)
Gestern machten sich neun Mitglieder aus unserer Gruppe zur Exkursion nach Vockerode auf! Gudrun Edner berichtet davon:
Die Exkursion diente der Besichtigung der Renaturierungsprojekte in der dortigen Elbaue, mit dem Ziel, ehemalige Überflutungsflächen der Elbe in eine für sie typische Fluss- und Auenstruktur rückzugewinnen. Das heißt konkret: Ackerflächen in Auengrünland umzuwandeln, Umwandlung von Waldbeständen in standortgerechte Wälder, Schaffung von Feuchtgebieten innerhalb des heutigen Polders, Tieferlegung eines verlandeten Altarmes zur Schaffung einer nahezu ganzjährigen Wasserfläche sowie Schlitzung von Dämmen, damit eine regelmäßige Überflutung unserer Auen erfolgen kann.
 
Frau Schuhboth vom WWF empfing uns auf dem Parkplatz in Vockerode. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es gleich zu den schon angelegten Flächen. Auf den ehe-maligen Ackerflächen wurden vor Jahren auentypisches Mähwiesensaatgut ausgebracht, um natürlich, blühende Auenwiesen zu entwickeln. Auf den unterschiedlichen  Wiesen-streifen, konnte man auch die verschiedene Wiesenpflanzen sehen. Margariten, weißes Labkraut, Rotklee, verschiedene Gräser, Nelken, Ampfer u.v.m. machten schon die neu angelegten Auenwiesen aus. Begrenzt wurden die Wiesen auf einer Seite mit jungen, angepflanzten Hartholzbaumarten, die einen Wildverbißschutz hatten und auf der anderen Seite war eine Schonung zu sehen, die aus Samen von altehrwürdigen Eichen stammten. Die sich alle samt prächtig entwickelten. Auch eine dortige neugeschaffene Erdreichaus-hebung, die der Entstehung eines Feuchtbiotopes dient, konnten wir in Augenschein nehmen.
 

Eine der Besonderheiten ist, dass dieses Projekt auch mit in einem historischen Kulturlandschaftsraum liegt, dem einzigartigen Weltkulturerbe "Gartenreich Dessau-Wörlitz". Wir wanderten auf einem Damm durch das Burgtor im Sieglitzer Park, wo uns aber vorher die Skulptur "Göttin der Jagd" begrüßte. Dazu rechts und links blühende Krautschichten, wie z.B. die weiße Blüte vom Giersch oder rote Kronenlichtnelke. Die Baumarten waren beeindruckend. Vor allem durften hier Bäume alt werden. Sie zeigten die Spuren ihrer Bewohner von Eichenbock, anderen Käfern, Spechten, Vögeln und Pilzen. Obwohl einige alten Eichen kein Laub mehr hatten, war doch ihre Größe und ihr Umfang sehr beeindruckend und mäjestätisch. Was hatten diese alten Baumriesen schon gesehen und erlebt? Sie bieten Stoff für Märchen, Erzählungen und Geschichten. Wie klein ist doch der Mensch zu ihrer Größe. Und wir hatten Glück, als ein kleiner Landregenschauer nieder ging, bot uns für die kurze Zeit ein historisches, klassizistisches Schlösschen, die Solitude, Unterschlupf. Von hier aus ging es an der Wilhelmsvase vorbei, auf dem" Vasenwall" durch den Auenwald. 

Am Ende unserer Auenwanderung, bedankten wir uns alle bei Frau Schuboth für die Führung und den ausführlichen Erklärungen und wünschten für das weitere Vorhaben viel Durchhaltevermögen und Elan, um all die Ideen durchzusetzen, für den Erhalt und Vielfalt dieser sehr schönen und beeindruckenden Auenlandschaft unserer Mittleren Elbe.
 
Als Dankeschön wurde von unserer NABU Gruppe eine Salinesäckchen und eine kleine Grafik "Vogel des Jahres, der Star" überreicht. Auch ein herzliches Dankeschön an Christa Schmidt, die diese interessante Exkursion organisiert hat, die wieder eine Bereicherung war und uns gezeigt hat, wie schön und erlebnisreich ein Fleckchen Erde, mit viel geschichtlichen Hintergrund vor unserer Haustür ist.
Fotos: Gudrun Edner

Nächste Führung in der Nachtigallenoase

Jeder kann etwas für unsere Insekten tun - machen Sie mit!

3. Juni 2018

Blütenreiche Wiese in der NABU-Nachtigallenoase (Foto: Gudrun Edner)
Blütenreiche Wiese in der NABU-Nachtigallenoase (Foto: Gudrun Edner)

Unsere Wildbienen und die andere Fluginsekten finden immer weniger Nahrung und Futterpflanzen für die Nachkommen sowie geeignete Nistplätze! Wildkräuter - gern als "Unkraut" bezeichnet - an Wegesrändern, Feldrainen, Wiesen, Gärten und öffentlichem Grün sind oft nicht erwünscht, werden bekämpft oder erliegen den hohen Mahdintervallen, die eine längere Blühphase oder gar Samenreife ausschließen. 

 

In der "NABU-Nachtigallenoase" finden Insekten die für sie geeigneten Pflanzen vor, um Nahrung aus den Blüten bis zum Herbst zu erlangen oder sie für ihre Entwicklung zu nutzen. 


Tipps zur Pflanzenwahl für den eigenen Garten oder Balkon sowie praktische Ratschläge zum Insektenschutz erhalten alle neugierigen und interessierten Gäste bei der nächsten öffentlichen Führung in der NABU-Nachtigallenoase in der Chausseestraße Schönebeck am Sonnabend, den 7. Juli um 10 Uhr, zu der die NABU Gruppe Schönebeck recht herzlich einlädt. Karlheinz Schuppe wird anhand der dortigen umfangreichen Pflanzensammlung Anregungen und Hinweise zur Pflanzenauswahl geben. Helfen Sie mit, einen kleinen Beitrag gegen das Insektensterben zu leisten!

Die Veranstaltung ist kostenlos, jedoch wird um eine Spende gebeten.

 

Weitere Führungen finden jeweils am ersten Sonnabend im Monat statt!

Nächster Termin: 4. August 2018

 

Die NABU-Nachtigallenoase ist ein ehemaliger Kleingarten am Stadtrand von Schönebeck, der - unter anderem mit finanzieller Hilfe der Stadtwerke Schönebeck (SWS) - zu einer praxisnahen Umweltbildungstätte entwickelt wurde. Die Bedeutung und Schönheit einer hohen Artenvielfalt von einheimischen Pflanzen und Kleinstlebewesen werden auf dem Gelände jedes Jahr vielen Kindern sowie Grundstücksbesitzern und Balkonliebhabern vorgestellt.


Schwalbenfreunde gesucht!

Aktion des NABU Sachsen-Anhalt für mehr Akzeptanz und Toleranz

4. Mai 2018

Mehlschwalben (Foto: NABU Schönebeck/ Jens Thesenvitz)
Mehlschwalben (Foto: NABU Schönebeck/ Jens Thesenvitz)

Der NABU Sachsen-Anhalt Jahr ruft auch in diesem Jahr wieder Schwalbenfreunde auf, sich an der NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ zu beteiligen. Wer mit Schwalben in enger Nachbarschaft lebt oder deren Ansiedlung fördert, kann sich um eine Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ bewerben.

 

Rauch- und Mehlschwalben sind in Sachsen-Anhalt bereits eingetroffen und beginnen mit dem Brutgeschäft. Viele Menschen haben schon sehnsüchtig auf „ihre“ Schwalben gewartet. Der NABU möchte solche Schwalbenfreunde wieder gern auszeichnen, die in oder an ihren Gebäuden, das Brüten der Schwalben nicht nur dulden und sich an ihnen erfreuen, sondern auch aktiv das Nisten fördern oder unterstützen. Mit der Aktion soll um Toleranz und Verständnis, aber auch Akzeptanz für die Vögel geworben und auf die schwindenden Brutmöglichkeiten hingewiesen werden. 2012 startete erstmalig die NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ mit freundlicher Unterstützung des Umweltministeriums von Sachsen-Anhalt.

"Der NABU Sachsen-Anhalt zeichnete in den letzten sechs Jahren 808 Schwalbenfreunde aus. 2017 war das bislang erfolgreichste Jahr, denn insgesamt 196 Schwalbenfreunde  bewarben sich für die NABU-Auszeichnung", berichtet Annette Leipelt vom NABU Landesverband Sachsen-Anhalt. Besonders erfreulich ist, daß sich neben Bürgern mit ihren privaten Wohnhäusern und Ställen, Scheunen, Garagen, Werkstätten oder Schuppen auch Firmen und Betriebe bei uns gemeldet haben. Zu nennen sind hier Betriebe, Reiter- und Pferdehöfe, Werkstätten, Immobilienfirmen, Sportvereine, Ärztehäuser, Tankstellen, aber auch Schulen und Kindergärten, Pensionen und Gaststätten, die sich für den Schwalbenschutz gleichermaßen engagieren. Die meisten Bewerber kamen im letzten Jahr aus den Landkreisen Harz, Börde, Salzlandkreis, Mansfeld-Südharz und Altmarkkreis Salzwedel. Weitere Infos zu den Ergebnissen in den Landkreisen.

 

Der NABU Sachsen-Anhalt erwartet auch für 2018 wieder viele Bewerbungen im Rahmen der NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“. Verliehen werden eine ansprechende wetterfeste Plakette zur Anbringung am Haus sowie eine Urkunde.

 

Das einseitige Bewerbungsformular kann telefonisch unter 0391-5619350 oder per E-Mail Mail@NABU-LSA.de beim NABU Sachsen-Anhalt oder bei uns per E-Mail angefordert werden.

 

Wir unterstützen die Aktion auch in diesem Jahr wieder und weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es nach dem Naturschutzgesetz verboten ist, die Nester zu entfernen oder die Vögel am Anflug zum Nest zu hindern; die Nester sind das ganze Jahr über geschützt, auch außerhalb der Brutzeit! Befinden sich am oder im Gebäude Schwalbennester, die durch das "Einrüsten", den Abriss von Gebäudeteilen oder durch Sanierungsarbeiten in Mitleidenschaft gezogen werden, so ist die Untere Naturschutzbehörde des Salzlandkreises darüber zu informieren. Sie klärt dann, ob und unter welchen Bedingungen eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden kann.     

 

Mehl- und Rauchschwalben leisten in den Dörfern einen wichtigen Beitrag, auch für die Lebensqualität des Menschen, denn sie ernähren sich ausschließlich von fliegenden Insekten. Die Hinterlassenschaften von Mehlschwalben auf Häuserfassaden führen jedoch desöfteren zu Diskussionen. Auch bei Haussanierungen werden leider Nester entfernt – häufig gar widerrechtlich. Die vor allem in Ställen nistenden Rauchschwalben haben dagegen Probleme, weil moderne Stallanlagen entweder verschlossen sind oder nicht den Lebensraumansprüchen der Schwalben genügen.

 

Berichte und Bilder zu einigen Auszeichungen in Schönebeck und Umgebung sowie das Bewerbungsformular zum Herunterladen finden Sie hier


Obstbäume bei Gnadau

23. April 2018

Die im letzten Jahr am Ortsrand von Gnadau gepflanzten Obstbäume sind sehr gut angewachsen und erhielten kürzlich einen fachgerechten "Verjüngungsschnitt". Ausführlich berichtet die Volksstimme Schönebeck darüber. Hier der Artikel

 

Bilder und Info´s zur Pflanzaktion vom März letzten Jahres hier

 

Fotos: Gudrun Edner


Wissensvermittlung und leckerer Imbiss

Erlebter Frühling mit Hummel & Co.

22. April 2018

Zahlreiche, interessierte Besucher konnten wir gestern bei unserem "Erlebten Frühling mit Hummel & Co." in der "Nachtigallenoase" begrüßen. Geduldig beantworteten Marcel Majchzrak und Kalheinz Schuppe alle Fragen zu Hummeln, Honigbienen und Wildbienen. Marcel Majchzrak hielt vorab einen Fachvortrag über die Lebensweisen der Wildbienen, gab Tipps für die Gestaltung eines bienenfreundlichen Gartens und bestimmte beim Gang auf die Flächen neben der "Nachtiagllenoase" die Blütenbesucher. Karlheinz Schuppe führte letztlich die Gäste durch alle Bereiche der "Nachtigallenoase".
Für das leibliche Wohl wurde natürlich auch gesorgt: Jens Thesenvitz hatte eine Kiste Obstsäfte von der Firma "Natho Säfte GmbH" aus Welsleben mitgebracht. Wir bedanken uns bei der Firma für die Spende! Gudrun Sommerfeld hatte neben leckerem Brot auch Frischkäse mit bunten Kräutern kreiert. Christa Schmidt hatte Kaffee mitgebracht. Gudrun Edner zauberte vor Ort Kräuterquark. Ein Gast spendete dazu eine ganze handvoll Bärlauchblätter. 
Allen Helfern sei gedankt! 
Fotos und Text: Gudrun Edner
Volksstimme Schönebeck vom 23. April (Olaf Koch)
Volksstimme Schönebeck vom 23. April (Olaf Koch)

Aktion "Krötentaxi" beendet

Lurche werden immer weniger/ Sparkasse übergibt Spende

8. April 2018

Mit dem heutigen Sonntag endet unser "NABU-Krötentaxi" in diesem Jahr! Auch wenn die geringe Zahl der gefundenen Lurche am Zaun "Ranies" Anlass zur Sorge gibt, so bedanken wir uns bei gut 60 großen und kleinen fleißigen Helfern!

An diesem Wochenende fanden wir lediglich einen Teichmolch! Im letzten Jahr waren es noch über 30 Lurche an vier Tagen. Seit 2015 nehmen die Zahlen der Gäste im "Krötentaxi" kontinuierlich ab. Sicherlich werden indirekt die trockenen Frühjahre der letzen Jahre die Fortpflanzung negativ beeinflusst haben; es müssen aber auch direkte Einflüsse auf die Populationen eingewirkt haben. Und da kommen einige in Frage. Der Straßenverkehr an dieser Stelle wird nicht einflußgeben sein, denn die Zahl der Straßenverkehrsopfer ist - dank des Zaunes - überschaubar.  

Zu den Ergebnissen und Bildern der letzten Jahre des "Krötentaxis".  

 

Zum Schluss etwas erfreuliches: Die Salzlandsparkasse, Filiale Körnerplatz in Schönebeck hat Spenden für die Aktion gesammelt und gestern uns symbolisch übergeben. In der Filiale stand eine Sparbüchse in Form eines "Froschkönigs" mit dem Verweis, dass die Spende der NABU Gruppe Schönebeck zu Gute kommen wird. Die Kunden haben fleißig gespendet: 630 Euro kamen zusammen! Klasse! Die NABU Gruppe Schönebeck bedankt sich bei allen Spendern und natürlich bei der Sparkasse mit dem Leiter, Andreas Baack, an der Spitze für die Initiierung der Spendenaktion.      

 

Fotos: Gudrun Edner


Bestände des Gesangskünstler nehmen ab

NABU und LBV haben den Star zum Vogel des Jahres gewählt/ Vortrag

27. Februar 2018

Star an Bruthöhle (Foto: Detlef Pickut)
Star an Bruthöhle (Foto: Detlef Pickut)

Der Bestand des Stars in Deutschland schwankt jährlich zwischen 3 und 4,5 Millionen Paaren, je nach Nahrungsangebot und Bruterfolg im Vorjahr. Das sind zehn Prozent des europäischen Starenbestandes, der bei 23 bis 56 Millionen liegt. Der Star ist zwar bekannt als Allerweltsvogel – den Menschen vertraut und weit verbreitet, doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an vor allem an insektenreichen Nahrungsflächen. Der schillernde Geselle ist ein typisches Beispiel für den stillen Rückgang der häufigen Vogelarten.

In Sachsen-Anhalt ist der Star zwar fast flächendeckend verbreitet und in der aktuellen Roten Liste Sachsen-Anhalts mit 100.000 bis 200.000 Brutrevieren als "häufig" eingestuft, aber lang- und kurzfristig verzeichneten die Experten eine Abnahme um mehr als 20 % des Brutbestandes! Somit zählt nun auch er zu den Vogelarten in der Kategorie "Vorwarnliste" mit stark rückläufigem Bestand, der besonders beobachtet werden muss. Gelingt es nicht den Negativtrend zu stoppen, wird auch er bald zu den stärker gefährdeten Arten zählen.

 

Gründe für seinen Rückgang sind der Verlust und die intensive Nutzung von Weiden, Wiesen und Feldern, auf denen der Star nicht mehr genug Würmer und Insekten zum Fressen findet. Werden Nutztiere nur im Stall gehalten, fehlt der Mist, der Insekten anlockt. Biozide und Agrochemikalien vernichten zudem weitere Nahrungstiere. Die Nahrung des Stars ist abhängig von den Jahreszeiten. Im Frühjahr stehen Kleintiere aus dem Boden auf dem Speiseplan. Im Sommer und Herbst schätzen Stare zusätzlich Früchte und Beeren. Beerentragende Hecken zwischen den Feldern sucht man vielerorts ebenfalls vergebens.

 

Angepasst hat sich der Star an die Stadt: Der urbane Geselle nutzt Nistkästen oder Hohlräume an Dächern und Fassaden zum Nestbau. Parkanlagen, Friedhöfe und Kleingärten liefern ihm Nahrung. Doch auch dort droht ihm Lebensraumverlust durch Bauvorhaben, Sanierungen oder Verkehrssicherungsmaßnahmen.

 

Obwohl als „Allerweltsvogel“ betitelt, ist der diesjährige "Vogel des Jahres" doch eher der „Star“ unter den Vögeln. Bewundert werden seine Schwarmflüge im Herbst, die als einzigartiges Naturschauspiel gelten. Im Frühjahr sticht das Starenmännchen durch sein metallisch glänzendes Gefieder heraus. Im Spätsommer nach der Mauser ist das gesamte Gefieder dicht weiß gefleckt, einem Perlmuster ähnlich.

Zum Gesamtpaket dazu kommt sein Talent der Imitation: Der Star kann andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen und in seinen Gesang einbauen. Zu hören sind dann auch Handyklingeltöne, Hundebellen oder Alarmanlagen.

 

Abhängig von seinem Lebensort ist der Jahresvogel Kurzstreckenzieher, Teilzieher oder Standvogel. Mitteleuropäische Stare ziehen zum Großteil bis in den südlichen Mittelmeerraum und nach Nordafrika. Die maximale Zugstrecke liegt bei 2.000 Kilometern. Manche Stare verzichten vermehrt auf lange Reisen und überwintern vor allem im Südwesten Deutschlands. Im Herbst sind die imposanten Schwarmwolken aus vielen tausend Staren am Himmel zu sehen, wenn sie während des Zuges an einem Schlafplatz Rast machen.

 

Am Freitag luden wir alle interessierten Vogelfreunde zum Vortrag über den Star in das Hotel "Domicil" in der Friedrichstraße 98a ein. Michael Wunschik stellte den "Vogel des Jahres" vor 12 Gästen näher vorstellen. 

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei; jedoch wird um eine Spende gebeten.

 

Weitere Infos zum "Vogel des Jahres 2018"

 

Fotos: Thomas Edner


Wieder mehr Wintervögel

NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel"

14. Februar 2018

Auch in unserer Nachtigallenoase wurden wieder Vögel gezählt (Foto: Olaf Koch)
Auch in unserer Nachtigallenoase wurden wieder Vögel gezählt (Foto: Olaf Koch)

Der Haussperling bleibt in Sachsen-Anhalt die Nummer eins. Bei der großen Zählaktion „Stunde der Wintervögel“ wurde die Rangfolge aus dem letzten Jahr bestätigt. Hinter dem Spatz folgen Kohlmeise und Feldsperling.

Im Salzlandkreis zählten 212 Vogelfreunde über 6.400 Vögel. Auch hier gewinnt der Haussperling, allerdings belegt der Feldsperling den zweiten Platz und die Kohlmeise wird Dritter.  

 

Es fragten sich vor der diesjährigen NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ viele Menschen erstaunt, wo die Vögel in diesem Winter geblieben sind. Zeitweise ließen sich an den Futterstellen sowie in Gärten und Parks weniger Vögel blicken. „Die Sorge um ausbleibende Vögel im Dezember hat viele Vogelfreunde beschäftigt“, sagt NABU- Landesgeschäftsführerin Annette Leipelt. Zur „Stunde der Wintervögel" konnten dann wieder mehr gefiederte Freunde beobachtet werden.

Während beim Haus- und Feldsperling nur wenig Veränderung zum Vorjahr zu verzeichnen war, nahmen landesweit Rotkehlchen, Amsel und Buchfink um rund ein Fünftel ab. Zunahmen waren dagegen bei Blau- und Kohlmeise zu verzeichnen, aber auch Grünfink, Stieglitz und Kleiber wurden wieder häufiger gesichtet.

Hingegen sind im Salzlandkreis - bis auf den Buchfinken - erfreulichweise keine merklichen Abnahmen ersichtlich.

 

In Sachsen-Anhalt konnte die Anzahl der Melder aus den Landkreisen und kreisfreien Städten sich von 2.480 aus dem Vorjahr auf 2.591 steigern. Die fleißigsten Zähler kommen aus dem Harz, der kreisfreien Stadt Magdeburg und aus dem Burgenlandkreis sowie aus dem Saalekreis und dem Landkreis Börde. Insgesamt wurden 75.595 Vögel in unserem Bundesland gezählt und damit mehr als im letzten Jahr (66.276 Vögel).

Die Rangliste der Vogelarten und weitere Ergebnisse aus Sachsen-Anhalt

 

Die Zahl der Melder (von 236 auf 212) und die gemeldeten Vögel (von 6.844 auf 6.407) aus dem Salzlandkreis nahmen im Vergleich zum Vorjahr ab.

Die Rangliste der Vogelarten und weitere Ergebnisse aus dem Salzlandkreis 

 

In unserer Nachtigallenoase zählten 13 Vogelfreunde insgesamt 60 Vögel von neun Arten. Zu den dortigen vorherigen Ergebnissen

 

Bundesweit hat die achte "Stunde der Wintervögel" alle Rekorde gebrochen: 136.000 Teilnehmer meldeten über 3,5 Millionen Vögel, so viele Vögel wie nie zuvor. Häufigster Wintervogel in der Gesamtauswertung aller Bundesländer wurde auch hier der Haussperling, gefolgt diesmal von der Kohlmeise und der Blaumeise. Der Feldsperling belegt bundesweit den vierten Platz.

 

Der NABU bedankt sich bei allen Teilnehmern!


Wir bestehen seit 10 Jahren!

Karlheinz Schuppe auf Mitgliederversammlung geehrt

22. Januar 2018

Am vergangenen Sonnabend fand unsere Mitgliederversammlung statt. 14 Mitglieder und fünf Gäste folgten unserer Einladung. Der Vorsitzende, Michael Wunschik, wies darauf hin, dass wir vor fast 10 Jahren die NABU Gruppe Schönebeck gründeten und mit Stolz auf eine vorzeigbare Naturschutzarbeit verweisen können. Das Jubiläum nahmen wir zum Anlass, um den Initiator der Gründung, Ideengeber und herausragendes aktives Mitglied, Karlheinz Schuppe, zu danken. 2013 erhielt Karlheinz für sein Engagement den Umweltpreis des Landes Sachsen-Anhalt.

Nachfolgend wurden Berichte über unsere Tätigkeit im letzten Jahr, über die Finanzen und über die Kassenprüfung abgehalten. Insbesondere der Bericht des Vorstandes (Tätigkeitsbericht) nahm größere Zeit in Anspruch, um alle Aktivitäten im Jahresverlauf darzustellen. Er ist nachfolgend als Datei herunterladbar.

Hannelore Ziepert vom Grünflächenamt der Stadt Schönebeck überbrachte Grüße und Glückwünsche vom Oberbürgermeister Bert Knoblauch. Er konnte diesmal nicht teilnehmen, da zeitgleich der Neujahrsempfang stattfand. Sie nutzte die Gelegenheit, um auf "grüne" Planungen im Stadtgebiet hinzuweisen.   

Nach zwei Wahlen folgte nach dem Mittagessen die Vorstellung des Arbeits- und Veranstaltungsplanes 2018. Der Veranstaltungsplan ist unter Termine als Datei eingestellt.

 

Das Schlußwort wurde genutzt, um sich bei allen NABU-Mitgliedern unserer Gruppe, dem NABU-Landesverband, unseren Partnern und dem Team vom Hotel Domicil zu bedanken.

 

Fotos: Gudrun Edner

 

Download
Bericht des Vorstandes
Tätigkeitsbericht 2017
Vorstandsbericht MV 2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 21.8 MB