Besichtigung Projekt Untere Havel

Exkursion nach Havelberg

26. September 2017

Unsere Gruppe während der Schifffahrt auf der Havel. Rechts vorn Rocco Buchta, Flussexperte des NABU und Leiter des Havel-Projekts.
Unsere Gruppe während der Schifffahrt auf der Havel. Rechts vorn Rocco Buchta, Flussexperte des NABU und Leiter des Havel-Projekts.
Einige aus unserer NABU-Gruppe besuchten am vergangenen Wochenende Havelberg. Einquartiert im Erlebnispädagogischen Centrum Havelberg (kurz: ELCH) ging es nach einer kurzen Stärkung (Dank an Gudrun Sommerfeld und Christa Schmidt) zum "Haus der Flüsse". Dort erhielten wir eine Führung durch das zur BUGA 2015 errichtete Informationszentrum des Biosphärenreservates "Mittelelbe". Wie Gudrun Edner mitteilt, waren alle sehr begeistert von der anschaulichen, interessanten Ausstattung des Hauses sowie von der sehr ausführlichen und fachlichen Führung. Das Haus mit seinen interessanten modernen Möglichkeiten spricht alle Besucherschichten an. Nach der gemeinsamen Verköstigung in der Gaststätte "Zum Fährhaus" klang der Abend in gemütlicher, lustiger Runde unter freien Himmel an einer Feuerschale aus.
 
Der Sonntag fing mit einem regnerischen, trüben Tag an, der aber später aufhellen sollte. Nach einem gemeinsamen Frühstück, ging es auf ein kleines Schiff des Arthotels. Ein Ofen sorgte für behagliche, angenehme Temperaturen. Frisch belegte Fischbrötchen von einer Fischräucherei, sorgten für das persönliche Wohlergehen auf der Schifffahrt. Das besondere dieser Fahrt war, das unsere Gudrun Sommerfeld den Leiter des NABU-Havelprojekts, Rocco Buchta als fachliche Begleitung gewinnen konnte. Anhand der von ihm verteilten Informationsbroschüren, konnten wir seinen Erläuterungen zu den jeweiligen Havelabschnitten, die wir gerade durchfuhren, vergleichen. Sachlich, humorvoll und mit so einigen Anekdoten gespickt lauschten wir seinen Ausführungen zur Umsetzung des Projekts Renaturierung der Unteren Havel. Welch ein großes und für die Natur tolles Vorhaben! Einem Fluss seine Lebendigkeit zurückgeben ist nicht nur ein Gewinn für Fauna und Flora. Wir konnten auf der Schifffahrt schon viele Meter Ufer sehen, die vom Deckwerk befreit und Altarme, die wieder an den Hauptstrom angeschlossen wurden oder noch werden. Neue Inseln und Sandbänke entstanden oder werden noch entstehen, eine intakte Weichholzaue. Der Fluss wird wieder zudem was er ist - ein lebendiger Fluss!
Die Umsetzung des Projekts setzt viel Beharrlichkeit, Engagement, starke Nerven und das Zusammenspiel vieler Akteure vor Ort, Verbänden und Ämtern verschiedener Ebenen. Das die Natur es dankt, konnten wir persönlich sehen. Eine herrliche Naturlandschaft mit einer reichen Vogelwelt. Neben Schwänen, Komoranen, Grau- und Silberreihern, konnten wir mehrere Seeadler sehen.
Unser Dank gilt Rocco Buchta, der sich an dem Sonntag die Zeit nahm, uns das Havelprojekt so wunderbar, erlebbar nahe zu bringen. Wir wünschen ihm alles Gute und weitere Erfolge in seiner mit Herzblut geführten Arbeit.
 
Dass unsere NABU Gruppe so ein tolles und erlebnisreiches Wochende erleben konnte, ist dem Organisationstaltent von Gudrun Sommerfeld zu verdanken. Allen Teilnehmer der Exkursion hat der Ausflug nach Havelberg sehr gefallen und wir sagen ein ganz herzliches Dankeschön an Gudrun Sommerfeld.

Text und Fotos: Gudrun Edner

Mit dem "Wald"-Schulz ins Moor

Exkursion ins Jemmeritzer Moor

10. Mai 2017

Teilnehmer der Wanderung im Naturschutzgebiet "Jemmeritzer Moor" (Foto: Martina Ebeling)
Teilnehmer der Wanderung im Naturschutzgebiet "Jemmeritzer Moor" (Foto: Martina Ebeling)

Letzten Sonnabend trafen sich Mitglieder der NABU Gruppe Schönebeck und Calbe sowie befreundete Naturfreunde in Jemmeritz (Ortsteil der Stadt Kalbe, Altmarkkreis Salzwedel), um das dortige Naturschutzgebiet (NSG) "Jemmeritzer Moor" kennenzulernen. 19,8 ha des NSG (20,65 ha) hat die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe erworben. Die NABU-Flächen des schon zu "DDR-Zeiten" als NSG ausgewiesenen Gebietes wird von Frank Schulz im Auftrage des NABU betreut. Er und Wildbiologin Antje Weber vom Büro Wildforschung & Artenschutz Jeggau begrüßten die 16 Teilnehmer am alten Forsthaus Jemmeritz und führten uns durch das Gebiet. Der "Wald"-Schulz, wie sich Frank Schulz aufgrund der namentlichen Verwechslungsgefahr in der Region und seiner jahrzehntelangen Liebe zum Wald nennt, konnte seinen großen Wissenschatz über den Jemmeritzer Wald und die Jagd während des Spazierganges immer wieder unterhaltsam und sympathisch vermiiteln. Interessant ist, dass die bereits naturnahen Flächen ohne forstwirtschaftliche Eingriffe bis auf notwendige Sicherungsmaßnahmen entlang des Wanderweges unterbleiben - so hat das Gebiet den Charakter eines "urigen" Waldes. 

Super ergänzt durch die lebendigen und interessanten Ausführungen von Antje Weber zur Wildforschung, insbesondere zum Iltis, waren die gut zwei Stunden am Vormittag auch schon vorbei. Beide wurden, nach einem gemeinsamen Imbiss im Wald-Café, mit regionaltypischen Geschenken, Blümchen und einem herzlichen Dank verabschiedet.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei den beiden "eingespielten" Gebietskennern sowie bei der Frau vom "Wald"-Schulz, Martina Ebeling, für den gelungenen Vormittag bedanken.

 

Der Nachmittag gehörte dem Kremser! Nach schaukliger beschaulicher Fahrt zum Jägerhorn gab es dort Kaffee und leckeren Kuchen. Wer wollte, konnte die dortige Wassertretstelle ausprobieren.

Auch hier gilt unser Dank dem "Kremserunternehmen" für die Fahrt und für die leibliche Verpflegung. Und unserer Gudrun ein ganz besonderer Dank für die Organisation des sehr schönen Sonnabends.     

 

Fotos: Gudrun Edner

Museumshof und Lindenwald bewundert

Exkursion nach Colbitz

22. Juni 2016

Herbert Bilang (re.) begrüßt unsere kleine Exkursionsgruppe (Foto: Gudrun Edner)
Herbert Bilang (re.) begrüßt unsere kleine Exkursionsgruppe (Foto: Gudrun Edner)

Letzten Sonnabend besuchten einige aus  unserer NABU-Gruppe den Museumshof in Colbitz und den Lindenwald.

 

Unsere Gudrun Edner berichtet nachfolgend von der Exkursion:

"Das Wetter spielte wunderbar mit. Wir wurden ganz herzlich von Herbert Bilang und der ´guten Seele` des Museumshof Petra Kleber begrüßt. Herbert Bilang, stellvertretender Vorsitzender unseres NABU Landesverbandes, hatte uns öfter zu einem Besuch eingeladen. Er erläuterte kurz die Geschichte vom Museumshof, sprach über die dort ansässige Schleiereule und seinem `Schornsteinstorch´, der ganz in Blicknähe sein Nest hatte.

Gemeinsam ging es dann unter seiner Führung in den Lindenwald. Hier scheint es, dass in diesem Wald nur Winterlinden vorkommen, denn das üppige Summen der Bienen und Hummeln konnten wir auf unserer Wanderung noch nicht hören. Dafür hatten wir einen Wald vor uns, aus dem Märchen entspringen. Auf bemoosten Stämmen sahen wir schon die ersten Pilze. Ganz verschlungene Äste auf dem Boden, zeigeten uns, hier darf der Wald sich nach seinem eigenen Rhythmus entwickeln und vergehen. Die Wege waren gut zu erwandern unter dem großen Blätterdach. Am lichten Waldsaum gab es Walderdbeeren und dazwischen die leuchtende Fingerkraut-Scheinerdbeere. Die hatte aber keinen guten Geschmack, aber ein Hingucker ist sie allemal. Am Ende der Wanderung bedankten wir uns ganz herzlich für die persönliche Führung und überreichten ihm als Dankeschön ein Salinesäckchen voller Solesalz aus Bad Salzelmen sowie eine Flasche Gommeraner Bier von der dortigen Wasserburg. Christa Schmidt schenkte Herbert Bilang noch eine ´Windlichtkeramikeule` für seine Eulendauerausstellung im Museumshof.

 

Zurück im Museumshof wurde erste einmal zur Stärkung von den Männern der bereitgestellte Grill angezündet und es dauert gar nicht lange, da gab es leckere Grillwürstchen mit Bäckerbauerbrötchen. Der gute Geist, Petra Kleber, hatte im nu Kaffee für uns gekocht, damit wir wieder munter und gestärkt ihrer Führung folgen konnten. Welche Vielfalt war auf dieser Führung zu erleben. Eine gute eingerichtete Bauernstube, mit entsprechenden Schlaf- und Kinderzimmer sowie Küche. Wie herrlich und beeindruckend die alten Küchengeräte und das Geschirr aus damaliger Zeit waren, ließen folgende Worte erkennen: ´Das hatte meine Oma auch, und  meine Eltern hatten auch so einen ähnlichen Ofen, o schaut mal, das war doch so nützlich und praktisch`, um nur einige Überraschungsaussagen hier wieder zu geben. Wir waren begeistert! Neben alten Landwirtschaftsmachinen, konnte eine alte Schusterwerkstatt besichtigt werden. Und wenn man noch nicht die Dauer-eulenausstellung gesehen hat, glaubt man nicht, wieviel Sachen es gibt, wo die Eule als Symbol verwendet wurde. Die Vielfältigkeit und die Gestaltung dieser Ausstellung zeigt mit wieviel Liebe und Begeisterung Herbert Bilang diese Ausstellung gestaltet hat. Toll!

 

Zum Abschluss unseres Besuches auf dem Museumshof, führte uns Frau Kegler durch ihre Kräuter- und Gemüsebeete, wo herrlich blühender Natternkopf zu bewundern war. Über einige Kurbispflanzen konnte sich Gudrun Edner zum Mitnehmen freuen. 

 

Wir bedankten uns ganz herzlich bei Petra Kleber für ihr Engagement und ihre nette Betreuung. Eins ist sicher: wir kommen mal wieder und es wird nichts weggeworfen, denn das findet alles seinen Platz im Museumshof, wo alles sehr geschätzt wird, um für die folgenden Generationen Anschauungs- und Erlebnismaterial zu sein.

 

Ein großes Dankeschön nochmals an Herbert Bilang und Petra Kleber für den schönen Tag.

 

Fotos: Gudrun & Gebhard Edner

 

Im Müritz-Nationalpark

6. Juli 2014

Werner Oldenburg erklärt die Fledermauskästen (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Werner Oldenburg erklärt die Fledermauskästen (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)

Letztes Wochenende besuchten wir die Pension "Fledermaus" bei Waren im Müritz-Nationalpark. Von hier aus starteten die zehn Teilnehmer der Exkursion mit dem Fahrrad zu einer Tour zum Müritzhof. Auf dem Weg dorthin und zurück wurden die Beobachtungstürme am Warnker See aufgesucht und nach Vögeln Ausschau gehalten. Mit offenen Augen wurde die beeindruckende Landschaft genossen und kleinere Entdeckungen gemacht. 

 

Der Besitzer der Pension und Fledermausexperte, Werner Oldenburg, hielt am nächsten Tag einen interessanten Vortrag über Fledermäuse und zeigte uns "seine" Fledermäuse im Keller. 

 

Allen Teilnehmer waren sich einig, den Besuch unbedingt zu wiederholen!

 

   

Steinbruch erkundet

28. April 2014

Der Kalksteinbruch bei Förderstedt (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Der Kalksteinbruch bei Förderstedt (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)

Der Kalksteinbruch bei Förderstedt war Ziel unserer Exkursion am vergangenen Sonnabend. Für die dort brütenden Bienenfresser leider zu früh, haben wir trotzdem einen sehr interessanten Einblick in die Geschichte des Steinbruchs erhalten. Das "Kaiserwetter", die interessanten Schichtformationen, die Funde von Steinen mit eingeschlossenen Schnecken- und Muschelngehäusen, die speziell an den trockenen Standort und dem kargen Boden angepaßte Vegetation und die in den Büschen gefiederten Sänger sorgten für einen beeindruckenden Vormittag.

 

Lutz Tappenbeck hat uns nicht nur durch das Gebiet geführt, sondern auch im Anschluß zu sich nach Hause eingeladen. Ihm und seiner Familie gilt unser Dank!

 

Fotos: Hans-Jürgen Schmidt

Exkursion zum Adamsee

NABU Barleben zeigt uns Projekte

17. Februar 2014

Jörg Brämer (NABU Barleben) führte die Exkursion (Foto: Jens Thesenvitz)
Jörg Brämer (NABU Barleben) führte die Exkursion (Foto: Jens Thesenvitz)

Am letzten Sonnabend trafen wir uns am Adamsse bei Barleben. Auf Einladung der dortigen NABU Gruppe wurden wir von Jörg Brämer und Henry Winkelmann empfangen und geführt.

 

Der Adamsee entstand durch den Abbau von Kies und wird nun teilweise anderweitig genutzt - so auch für den Naturschutz. Vorschläge der NABU-Gruppe wie die Anlage von Flachwasserzonen und einer "Kiebitzwiese" wurden aufgegriffen und umgesetzt. Die Ausführungen von Jörg Brämer zeugen von der guten Kooperation mit dem Kieswerksbetreiber. 

 

Unweit des Sees führte der Weg entlang einer Streuobstwiese und wegbegleitenden Obstbäumen, die von der NABU-Gruppe gepflanzt wurden und weiterhin gepflegt werden.

 

Weitere Info´s zur Exkursion unter NABU Barleben

 

Wir bedanken uns recht herzlich für die interessante Exkursion!

 

Fotos: Jens Thesenvitz

Auf Höhe der Baumkronen

Exkursion in den Nationalpark "Hainich"

28. Mai 2013

Mitglieder unserer NABU Gruppe unternahmen vom 25. bis 26. Mai eine Exkursion in den Nationalpark "Hainich" in Thüringen. Er ist der einzige Nationalpark in Thüringen und hat eine Flächengröße von etwa 7.500 ha. Er dient dem Schutz des größten zusammenhängenden Buchenwaldes Deutschlands. Das Motto des Nationalparks lautet: "Natur Natur sein lassen". Nachfolgend ein Bericht von Gudrun Edner:

Das Nationalparkzentrum vermittelt viel Wissenswertes über Fauna und Flora des Parks. Bekanntes und beliebtes Ziel ist der Baumwipfelpfad. Er kann per Fahrstuhl oder per Treppe erklommen werden, so dass man dann in gleicher Höhe mit den Baumkronen ist, die diesen Pfad begleiten. Die unterschiedlichen thematisierten Plattformen laden mit überdachten Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein, um auch in Ruhe den Blick über die Baumwipfel schweifen zu lassen. Die vorhandenen Schautafeln informieren den Besucher über die Besonderheiten, Funktionen und Bedeutung des Waldes im Naturhaushaltes. Um aber den Blick weit über das Thüringer Gebiet schweifen lassen zu können, kann man noch einen Baumturm (40 m hoch) besteigen.
Wer sich in Geschicklichkeit prüfen möchte, kann einer der gesicherten Hängebrücken neben dem Baumwipfelpfad ausprobieren, wo der Spaß schon für jeden Einzelnen vorprogrammiert ist, was auch einige Gruppenteilnehmer von uns ausprobiert haben.

So eingestimmt ging es nach dem Besuch des Baumwipfelpfades auf einen Rundgang durch den angrenzenden Buchenwald. Hier konnten wir die Artenvielfalt des Waldes erleben. Moosbedecktes Totholz, Altbäume und herrliche schlangwüchsige hohe Buchen in einem Teppich von Pflanzen, vermittelten nach jeder Wegbiegung in der sanften Hügelwaldlandschaft  neue Eindrücke.  Ein weißes Blütenmeer auf dem Waldboden, durch flächendeckende Bärlauchblüten, brachten in den Maiwald ein ganz besonderes Leuchten.  Sie gaben dem Wald Weite und Licht. Restwasserlöcher waren ein kleiner Spiegel eines verwunschenen Urwaldstückes.

Aber genau so faszinierend waren die Entdeckungen am Wegesrand. Neben abgeblühten Himmelschlüsseln, Anemonen und Waldmeister, konnte man bei genaueren Hinsehen einen Aronstab entdecken. Auch eine noch nicht blühende Türkenbundlilie, stand neben Teufelskrallen. Zwischen Gewöhnlicher Hasenwurz schob sich eine Nestwurz aus dem Waldboden. Die vereinzelten gelben Blüten des Scharfer Hahnenfuß und die zarten weißen Blüten der Sternmiere ergaben kleine Farbtupfer in dem herrlich frischen Grüntönen des Maiwaldes, was von den Gesängen der Vogelwelt begleitet wurde. Für uns alle war diese Wanderung Erlebnis und Genuß pur.

Gegen abend ging es für die Gruppe zurück zum Landschulheim "Am Stadtwald" in Mühlhausen zurück, wo ein gemeinsames Abendessen eingenommen wurde. Das anschließende gemütliches Zusammensein ließ den erlebnisreichen Tag abschließen.

Aufgrund des vielen Regens in der Nacht und am Folgetag, wurde die Abreise nach dem gemeinsamen Frühstück angetreten. Im Gepäck hatten wir aber ganz tolle landschaftliche, wunderbare Eindrücke, die wir mit nach Hause nahmen.
Ganz besonders ist Gudrun Sommerfeld für die Organisation dieser schönen Exkursion zu danken und all denen, die dazu bei getragen haben, dass wir uns mit einer gelungenen Abenbrottafel so wohl fühlen konnten. Danke!
 
Fotos: Gudrun Edner

Exkursion zu den Großtrappen bei Buckow

14. April 2013

Gestern unternahm eine kleine Gruppe von uns einen Ausflug zu den Großtrappen nach Buckow in Brandenburg. Treffpunkt war die dortige Großtrappenschutz-station.
"Die Anfahrt durch das Brandenburger Land, an Feuchtwiesen- und Wäldern vorbei, wo man das Glück hatte, ganz in der Nähe der Straße Kraniche zu sehen und jede Menge Wildgänse an den Gewässern, vermittelte uns schon den Eindruck Natur pur." berichtet Gudrun Edner.
Die Vorsitzender des Fördervereins Großtrappenschutz e. V., Frau Birgit Block nahm im Informationshaus der Naturschutzstation die Gruppe in Empfang und gab Auskunft über ihre Tätigkeit. 
Hier der Bericht von unserer Gudrun Edner:
"17 ha Grünfläche sind für den Schutz der Trappenaufzucht fuchssicher eingezäunt worden. 8 bis 10 flügge Küken bekommen sie so pro Jahr groß. Ein guter Erfolg. Eine Henne legt maximal drei Eier pro Gelege. Bei Verlust gibt es bis höchstens 2 mal Ersatzgelege. Durch die Extensivierung der Grünfläche gibt es bei der Kükenaufzucht gute Erfolge. 25 Tage ist die Brutdauer, wo die Henne dann die Küken allein groß zieht. Zweimal verläßt die Henne das Gelege zur Nahrungsaufnahme.
Nur am Balzplatz sind Hennen und Hähne zusammen. Zur Zeit gibt es 52 Groß-trappen, wovon 34 Hennen sind.
Ein großes Problem im Winter besteht, wenn die Schneedecke zu dicht ist über einen langen Zeitraum. Die Großtrappen ernähren sich im Winter vorwiegend vom Raps. Damit keine Winterflucht eintritt, werden Streifen von Raps frei geschleppt, dass somit die Vögel an die Nahrung kommen.
Sobald ein Gelege in Gefahr ist, engagieren sich die Mitglieder des Fördervereins, dieses Gelege zu sichern, um es künstlich auszubrüten, die Küken aufzuziehen, um sie dann wieder auszusetzen, wie auf dem Gebiet des Fiener Bruchs oder bei Baitz.
Damit alle Naturinteressierte die imposante Balz der Hähne beobachten können, gibt es zwei Beobachtungstürme. Von hier gibt es einen freien Blick mit dem Fernglas über eine weitläufige Grünfläche mit vereinzelten Baum- und Strauch-inseln.
Wir hatten das Glück an unserem Exkursionstag, die Balz von sieben Hähnen zu beobachten. Welch ein erhebener Moment, diesen größten flugfähigen Vogel in der Balz zu erleben.
Schön, dass es diesen Förderverein gibt, deren Mitglieder sich für den Erhalt des Bestandes der Großtrappen engagieren, damit auch künftige Generationen die Balz der Großtrappenhähne  erleben können.
Wir danken Gebhard Edner für die Organisation dieser sehr schönen Exkursion."
 
Fotos: Gudrun Edner

Der Drömling und die Gänse

Exkursion in den Naturpark

16. Oktober 2012

Die Flachwasserzone Mannhausen gehört zum Naturschutzgebiet (Foto: Ulrich Meinhard)
Die Flachwasserzone Mannhausen gehört zum Naturschutzgebiet (Foto: Ulrich Meinhard)

Letzten Sonnabend führte uns unsere Jahresexkursion in den Drömling. Bei herrlichem Ausflugswetter empfing uns zunächst Herr Achim Weber von der Naturparkverwaltung, um uns das vom Naturpark geführte Informationshaus in Kämkerhorst zu zeigen und uns die Geschichte des Gebietes näher zu bringen. Nach der "Einführung" haben wir die Flachwasserzone Mannhausen aufgesucht, um die schon von weitem gehörten Wildgänse näher zu beobachten. Geschätzte 2.000 Grau-, Saat- und Bleßgänse rasteten zur Mittagszeit auf dem Gewässer und zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Weitere Vogelarten, wie Grau- und Silberreiher, Kormoran, Kiebitz und Haubentaucher wurden ebenfalls entdeckt und sorgten für "Abwechslung". Das plötzliche Auftauchen eines jungen Seeadlers ließ den größten Teil der Gänse aufschrecken und hochfliegen - bis ein Altadler den jungen Adler robust im Luftkampf wieder vertrieb! Ein Erlebnis!

 

Rundum ein sehr gelunger Ausflug mit vielen Eindrücken und Informationen. 

Presse dazu:

Volksstimme Schönebeck vom 17.Oktober 2012 (Ulrich Meinhard)
Volksstimme Schönebeck vom 17.Oktober 2012 (Ulrich Meinhard)

Besuch beim Storchenhof

12. Mai 2012

Heute unternahmen Mitglieder unsere NABU Gruppe einen Ausflug nach Loburg (Anhalt-Bitterfeld). Die 21 Teilnehmer wurden von Herrn Dr. Christph Kaatz begrüßt. Mit viel Herz, Engagement und Humor berichtete er bei der Führung über das Gelände des Storchenhofes über die vielseitigen Aufgaben der Einrichtung. Es werden nicht nur verletzte Störche versorgt, sondern die landesweit tätigen Storchenbetreuer unterstützt, Bestandszahlen zusammengefaßt und veröffentlicht sowie Informations- und Aufklärungsarbeit geleistet. Die Forschung ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit. Berühmt wurde die Störchin namens "Prinzeßchen", die deutschlandweit für Aufsehen sorgte und sehr populär wurde. Sei wurde seinerzeit mit einem Sender versehen, um ihren Zugweg nach Afrika verfolgen zu können. Ihr wurde auch auf dem Gelände der Vogelschutzwarte ein Denkmal gesetzt.
Kranke und verletzte Tiere werden hier gesund gepflegt, um sie dann so schnell wie möglich in die Freiheit zu entlassen. Neben Weißstörche wurden auch Schwarzstorch, Kranich, Sumpfohreule und Rotmilan als Pfleglinge gesehen, die liebevoll gesund gepflegt werden. Von den alten bedrohten Geflügelrassen werden Nachzüchtungen erzielt. Brutkästen bringen Küken erfolgreich zum Schlüpfen. Storcheneier werden auch "Brutleihmüttern unter geschoben", um sie ausbrüten zu lassen. Ganz aktuell brütet derzeit eine Pute Storcheneier aus Sachsen aus. 

Der anschließende Fütterungsakt des Jungstörche ist dann anschließend sehr zeit- und kräfteaufwendig. Ein passendes Nest mit Leiheltern muss dann nach etwa zwei Wochen des Schlüpfens gefunden werden.

 

Begleitet wurde die Führung durch das rege Treiben mit lautem Klappern auf den besetzten Storchnester auf und am Gelände. Ein Überflug des Geländes von sechs Störchen war mit ein Höhepunkt auf dieser Erkundungstour.

Alle Teilnehmer der NABU Gruppe Schönebeck waren von den Ausführungen und Erklärungen von Herrn Dr. Kaatz begeistert. Wir bedanken uns hiermit nochmals ganz herzlich für sie erlebnisreichen und interesaanten zwei Sunden. 

Fotos: Gudrun Edner und Lutz Tappenbeck

NABU-Naturfreunde auf Frühlingsexkursion

15. April 2012

Gestern trafen sich einige Mitglieder unserer NABU Gruppe Schönebeck am Sportplatz Groß Rosenburg, um in den "Hasselbusch" (Auwald) den erwachenden Frühling zu genießen. Der Hasselbusch ist ein Stück Hartholzaue, der von einem Saalebogen bei Groß Rosenburg umgeben ist.

Hier der Bericht unserer Gudrun Edner: "Welch eine Freude für Auge und Seele und welch ein Genuß für die Sinne. Der erwachende Frühlingswald in der Hartholzaue mit einem Teppich an Blütenmeeren, dazu das erfrischende Grün, wo die jungen Kräuter um die Vorherrschaft kämpfen.
Umrahmt wurden die optischen Eindrücke von einem herrlichen Vogelgesang. Ob Buchfink, der sein Lied schmetterte, der Zilpzalp, der seinen eigenen Namen in seinem Lied verkündet oder der Klein- und Mittelspecht, die beide trommelnd die Waldgesänge untermalten. Der erste Bläuling (Schmetterling) wurde gesichtet. Ein männlicher Zitronenfalter labte sich an der Blüte des Löwenzahns, Hummeln suchten die Blüten des Hohlen Lerchensporns auf, die sich unter dem Gewicht des Hummelbesuchers dem Waldboden näherten. Es war einfach herrlich bei blauen Himmel und sonnendurchfluteten Wäldern, die beeindruckenden hohen Bäume mit ihren weitausladenden Ästen zu erleben. Eichen, Ulmen, Bergahorn bildeten mit ihren Wuchsformen entlang der Waldwege die Kathedralen des Waldes. Die blühende Wildkirsche bildete einen weißen, duftigen Farbtupfer zu den noch blattlosen Hartholzbäumen, was durch das frische Grün des Faulbaumes und des Pfaffenhüttchen sehr aufgelockert wurde.
In dem alten Elbarm um Groß Rosneburg tummelte sich Höckerschwan und Stockenten. Die Bleßralle putze sich ausgiebig auf einer umgebrochenen Weide, wo die Blätter sich in einem frisches Gelbgrün im Wasser spiegelten. Es war Idylle pur!

Der krönende Abschluß unserer Exkursion war der Besuch der Burganlage in Klein Rosenburg, wo wir in den Gewölbekellern nach Fledermäusen Ausschau gehalten haben. Hier befindet sich ein sicheres Winterquartier, was die Fledermäuse aber schon verlassen hatten. Trotzdem war die gesamte Anlage beeindruckend, wie die Anlage des Kräutergartens.

Mit all den wunderbaren, beeindruckenden Erlebnissen dieser gelungenden Exkursion im "Hasselbusch" und auf der Burganlage von Klein Rosenburg sind alle Teilnehmer froh nach Haus gefahren.

Ein herzliches Dankeschön gilt hier Herrn Conradi aus Groß Rosenburg, der uns ein Stück auf dieser Exkursion begleitete und uns mit einem genauen Skizzenplan über den Hasselbusch versorgt hat."

 

Fotos: Gudrun Edner (NABU Schönebeck)

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