Krötentaxi erstmals im Einsatz

Einige Lurche nur am ersten Tag gefunden

27. März 2018

Blick ins Krötentaxi: ein Teichfrosch und sieben Teichmolche (Foto: Gudrun Edner)
Blick ins Krötentaxi: ein Teichfrosch und sieben Teichmolche (Foto: Gudrun Edner)

Gestern fuhr erstmals in diesem Jahr unser Krötentaxi! Auch wenn die nächtlichen Temperaturen noch nicht alle Amphibien zur Wanderung veranlassen, so konnte die teilnehmende Familie aus Plötzky am Krötenzaun an der Kreisstrasse nach Ranies doch einige Lurche finden. Insgesamt sieben Teichmolche (ein Männchen und sechs Weibchen) und ein Teichfrosch hatten sich am Zaun unter den Erdhaufen versteckt. Die kleinen Amphibien waren aufgrund der einstelligen Temperaturen noch nicht ganz auf "Betriebstemperatur". Trotzdem wurden sie nach eingehender Untersuchung ins Krötentaxi gesetzt und sicher über die Strasse zum Laichgewässer getragen. Dort angekommen, wurden sie am Ufer, wo sie sich wieder verstecken können, ausgesetzt. Auch die Volksstimme Schönebeck hat von unserer ersten Krötentaxi-Aktion berichtet.

 

Am heutigen zweiten Krötentaxi fanden wir leider keine Amphibien am Zaun an der Kreisstrasse. Grund dafür dürften die kalten Nachttemperaturen gewesen sein. Schade, aber das ist der Lauf der Natur! Wir nutzten die Gelegenheit, um Müll an drei Amphibien-zäunen einzusammeln. Es "lohnte" sich: drei große Müllsäcke voll mit Unrat, der aus den Fahrzeugen geworfen oder gezielt im Wald entsorgt wird, waren die Ausbeute.

 

Nach Ostern, am ersten Wochenende im April, wird unser Krötentaxi dann wieder im Einsatz sein. Hoffen wir, dass es bis dahin wärmer wird und wir viele Lurche finden werden.     

Amphibien werden bald wieder wandern

Unser "Krötentaxi" tritt an vier Tagen in Aktion

15. März 2018

Dieser Teichmolch wurde im letzten Jahr bei unserem "Krötentaxi" gefunden (Foto: Gudrun Edner)
Dieser Teichmolch wurde im letzten Jahr bei unserem "Krötentaxi" gefunden (Foto: Gudrun Edner)

Sobald der Winter sich endgültig verabschiedet hat, werden die länger anhaltenden wärmeren Temperaturen nicht nur bei uns, sondern auch bei Fröschen, Kröten, Molchen und Unken Frühlingsgefühle ausgelösen. Nachdem sie die kalte Jahreszeit im Wald oder Garten in frostsicheren Verstecken zugebracht haben, ziehen die Lurche nun wieder zu ihren Geburtsgewässern, wo sie für Nachwuchs sorgen. Während der Wanderungen sind die Amphibien einigen Gefahren ausgesetzt. Kreuzen diese Straßen, kann es lebensgefährlch werden.

 

„Speziell der Autoverkehr macht unseren Amphibien jetzt das Überleben schwer, denn das Straßennetz spielt hier eine wesentliche Rolle, weil dadurch Lebensräume zerschnitten werden und die Amphibien auf ihrer Wanderung die Straßen überqueren müssen“, berichtet Annette Leipelt vom NABU Sachsen-Anhalt. Der NABU appelliert daher an Autofahrer, Rücksicht zu nehmen! An den meisten Straßen gibt es bisher keine festen technischen Einrichtungen zum Schutz der Tiere.

Besonders gefährdete Abschnitte werden mit Krötenzäunen gesichert. Dem aufmerkamen Verkehrsteilnehmer wird nicht entgangen sein, dass vor kurzem auch die Krötenzäune im Salzlandkreis wieder aufgebaut wurden. Die Untere Naturschutzbehörde des Salzlandkreises hat die Errichtung der Schutzeinrichtungen veranlasst. Während der Wanderzeit, insbesondere in den Morgenstunden werden die Schutzzäune täglich kontrolliert und die vom Überqueren der Straße abgehaltenden Lurche sicher zu ihren Laichgewässern gebracht.

 

Um diese Arbeit und die vorkommenden Amphibien in unserer Region näher kennenzulernen, laden wir wieder alle kleinen und großen freiwilligen Helfer zur Aktion "Krötentaxi" ein. Treffpunkt ist am Montag, den 26. und Dienstag, den 27. März (ersten beiden Ferientage!) sowie am Sonnabend, den 7. und Sonntag, den 8. April jeweils um 9 Uhr der Amphibienschutzzaun an der Kreisstraße nach Ranies. Der Zaun befindet sich von Schönebeck kommend links an einem Waldstück. Insbesondere Kinder sind herzlich willkommen!

Die in die Fangeimer gefallenen Lurche werden in das "Krötentaxi" gesetzt und gemeinsam über die Straße zu den Laichgewässern transportiert. Die jeweiligen Arten werden näher vorgestellt. Dabei besteht für jeden Teilnehmer die Möglichkeit, die Tiere "hautnah" zu erleben. Wer eine Warnweste besitzt, wird gebeten, diese mitzubringen.

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