Auf der Kirche in Frohse brüten Weißstörche

Die Kirchengemeinde St. Laurentii in Schönebeck- Frohse wurde 2010 mit der NABU-Plakette und Urkunde "Lebensraum Kirchturm" für Ihr Engagement im Artenschutz ausgezeichnet. Das seit Jahren von Weißstörchen besetzte Nest fällt auf dem Kirchendach besonders schnell auf. Nachfolgend Info´s zum Brutgeschehen der letzten Jahre. 

 

Zur Auszeichnung an sich ...siehe weiter unten!

Jungstörche haben Sturm überstanden

Fünf junge Turmfalken im Nistkasten

27. Juni 2017

Fünf junge Turmfalken sitzen im Nistkasten der Kirche St. Laurentii in Schönebeck-Frohse (Foto: Agnes Schulz)
Fünf junge Turmfalken sitzen im Nistkasten der Kirche St. Laurentii in Schönebeck-Frohse (Foto: Agnes Schulz)

Die drei jungen Weißstörche im Nest auf dem Dach der Kirche in Schönebeck-Frohse haben den Sturm letzte Woche gut überstanden. Agnes Schulz hatte zunächst leichte Bedenken, da ein Jungstorch sich am Freitag eine halbe Stunde lang nicht bewegte. Hingegen die beiden anderen Geschwister öfter mal aufstanden und ihre Flügel bewegten. Doch am Montag zeigten sich alle drei wieder quicklebendig!

Im Nest befindet sich leider wieder ein Textilstück (siehe linkes Foto unten). Bleibt zu hoffen, dass sie sich darin nicht verfangen.

Im Nistkasten für die Turmfalken, der sich im Kirchturm befindet, konnte Agnes Schulz fünf Junge feststellen.

 

Weitere Info´s zum Brutverlauf und zu den vorherigen Jahren unter "Lebensraum Kirchturm und Störche"

 

Fotos: Agnes Schulz   

Jungstörche in Frohse erhielten Ring

17. Juni 2017

Agnes Schulz aus Schönebeck-Frohse hat uns darüber informiert, dass gestern die drei Jungstörche vom Beringer Wolfgang Grönwald einen Ring der Vogelwarte Hiddensee erhielten. Um an das Nest auf dem Kirchendach zu gelangen, half wieder die Freiwiliige Feuerwehr Frohse mit einer Drehleiter aus. Bei der Gelegenheit wurde auch das Nest von eingebrachten Müll und anderen Dingen, die zur Gefahr für die Jungvögel werden könnten, entfernt.

 

Fotos: Agnes Schulz

Jungstörche in Frohse wachsen heran

6. Juni 2017

Wie uns Agnes Schulz mitteilte und auf den Fotos zu sehen ist, geht es den drei jungen Weißstörchen im Nest auf dem Kirchendach der Kirche in Schönebeck-Frohse sehr gut. Sie werden wohl bald vom Beringer, Herrn Grönwald, mit Ringen der Vogelwarte Hiddensee markiert. Dabei erhält er Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr Frohse, die eine lange Drehleiter zur Verfügung stellen.

 

Im Nistkasten für die Turmfalken liegen derzeit fünf Eier der kleinen Greifvögel und zwei Taubeneier!

 

Fotos: Agnes Schulz

Störche in Frohse haben nur noch drei Junge

23. Mai 2017

Wie uns Agnes Schulz mitteilte, hat das Weißstochpaar auf dem Kirchendach von St. Laurentii in Schönebeck-Frohse nur noch drei Junge! Anfang Mai konnte sie noch vier Jungstörche im Nest ausmachen (siehe weiter unten), doch hatte sie schon damals vermutet, dass der kleine und schwache Vierte es wohl nicht schaffen wird.

 

Schwächliche unterentwicklete Jungvögel einer Brut werden oft von den Altvögeln (Kronismus) oder von den Geschwistern (Kainismus) geopfert. Dieses Verhalten wurde beispielsweise auch bei Eulen- und Greifvögeln beobachtet. Frau Schulz hatte 2014 Kronismus bei den Störchen in Frohse mit der Kamera festgehalten.      

 

Fotos: Agnes Schulz 

Störche in Frohse haben Junge

Ungebetener Gast wieder erfolgreich vertrieben

10. Mai 2017

Das Frohser Stochenpaar (Foto: Agnes Schulz)
Das Frohser Stochenpaar (Foto: Agnes Schulz)
Agnes Schulz hat am 5. und 6. Mai von ihrem Garten aus, der sich unmittelbar neben der Kirche befindet, einen Storch um die Kirche fliegen sehen. Am Kirchturm angekommen sah sie den fremden, unberingten Storch auf dem First des Kirchendaches entlang gehen.
Der fremde Storch versuchte zweimal sich dem Nest zu nähern, was ihm nicht gelang und ließ sich wieder auf dem Dachfirst nieder. Später kam der zweite Storch des Frohser Paares, flog kurz über den fremden Storch und vertrieb ihn dadurch. Das Frohser Storchnepaar hat somit mindestens zweimal erfolgreich einen Störenfried abgewehrt.
Im Nest selbst hat Frau Schulz heute, am 10. Mai, vier junge Störche entdecken können und im Nistkasten des Turmfalken liegt ein Ei des Greifvogels.
Interessant ist, dass sie im Nest der Weißstörche verschiedene Thujazweige und grüne Schleifenreste entdeckt hat. Vermutlich wird das Nistmaterail vom Abfallhaufen eines Friedhofes oder von der unweite gelegenen Deponie aufgesammelt.
Inzwischen besitzt Frau Schulz auch nähere Angaben zum erstangekommenen Storch vom 7. März 2017 mit dem "Helgoländer Ring" eingegangen! Denn die Beringungszentrale Hiddensee hat ihr geantwortt. Demnach wurde er nestjung am 24. Juni 2013 in Bad Nauheim-Steinfurth-Deed (Darmstadt (incl. Wiesbaden) beringt - also ein Hesse, der nun im 276 km entfernte Schönebeck-Frohse "sein Glück fand".
Die Angaben zum zweiten weiblichen Storch folgen.

 

Fotos: Agnes Schulz

Es kündigt sich Nachwuchs bei den Störchen an

7. April 2017

Wie uns Frau Schulz gestern mitteilte, hat das beringte Storcvhnpaar in Schönebeck-Frohse Eier gelegt. Sie konnte drei Eier im Nest erkennen. Die Brutzeit beträgt bei Weißstörchen gut einen Monat.

 

Fotos: Agnes Schulz

Aufregung bei den Störchen in Frohse

2. April 2017

Agnes Schulz hat mit ihrer Kamera wieder ein interessantes Schauspiel festgehalten, das wir hier gern veröffentlichen. Sie schreibt:
"Am Nachmittag des 28. März herrschte ziemliche Aufregung im Storchennest. Auf der Feuerwehr hielt sich nämlich ein weiterer (unberingter) Storch auf, mit deutlich sichtbaren Kampfspuren an der Brust und in Balzstimmung. Am Abend erschien noch ein zweiter unberingter Storch auf der Feuerwehr."
Doch Entwarnung! Frau Schulz hat am Nachmittag des 28. März das beringte Paar auf dem Nest beobachtet und fotografiert. Die Lage hat sich demnach wieder beruhigt, auch wenn - vermutlich die gleichen - beiden Störche am folgenden Tag sich immer noch auf der Feuerwehr aufhielten.
Fotos: Agnes Schulz

Nun zu zweit

Weißstorchpaar auf dem Nest des Kirchendaches St. Laurentii in Schönebeck-Frohse

16. März 2017

Der zweite Weißstorch ist heute am Brutplatz Kirche Frohse eingetroffen. Das berichtet uns Agnes Schulz. Der 2. Storch muss "hier aus der Gegend" sein, so vermutet sie. Er ist ebenfalls beringt mit der Nummer DEH HM974. Und weiter schreibt sie, dass nun auch klar ist, dass der seit 10 Tagen hier zu beobachtende Storch einen "Helgoländer Ring" trägt.

 

Fotos: Agnes Schulz

Storch in Frohse eingetroffen

8. März 2017

Der erste Storch 2017 auf dem Nest der Kirche in Schönebeck-Frohse (Bild: Agnes Schulz)
Der erste Storch 2017 auf dem Nest der Kirche in Schönebeck-Frohse (Bild: Agnes Schulz)

Gestern traf der erste Weißstorch auf dem Nest des Kirchendaches St. Laurentii in Schönebeck-Frohse ein. Agnes Schulz hat ihn fotografiert und uns das Bild zukommen lassen. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, besitzt der Vogel einen Ring. 

 

Wie lange er auf einen Partner noch warten muss, ist schwer vorherzusagen - wir werden dann darüber informieren.

 

Ein Kirche kann bedrohten Tieren helfen

Die Kirche St. Laurentii in Schönebeck-Frohse wurde 2010 ausgezeichnet - Ankündigung in der Volksstimme Schönebeck vom 15.03.2010
Die Kirche St. Laurentii in Schönebeck-Frohse wurde 2010 ausgezeichnet - Ankündigung in der Volksstimme Schönebeck vom 15.03.2010

 

Der NABU und die Kirchen in Deutschland engagieren sich gemeinsam für bedrohte Tierarten. Mit der ihrer Aktion "Lebensraum Kirchturm" richten die Vertreter des größten deutschen Naturschutzverbandes und der Kirchen einen Appell an ihre Mitglieder und Gemeinden, den immer seltener werdenden Turmfalken, Schleiereulen und Fledermäusen neue Lebensmöglichkeiten zu schaffen.

Etwa zwei Drittel aller Turmfalken zieht seinen Nachwuchs in Brutnischen an Kirchtürmen auf. Doch leider viel zu oft fehlt es den eleganten Fliegern an Nistmöglichkeiten. Häufig gehen diese bei Sanierungsarbeiten verloren, oder die Einfluglöcher und Nischen werden zur Abwehr von Tauben gezielt vergittert. Dabei halten gerade Turmfalken in vielen Fällen die Tauben von einer Besiedelung der Gebäude fern. Der NABU empfiehlt deshalb die Anbringung spezieller Turmfalken-Nistkästen, die außerhalb der Brutzeit, von August bis Februar, verschlossen werden können. 

 

Der Turmfalke als Vogel des Jahres 2007 soll auch Schleiereulen und Fledermäusen als Türöffner dienen. "Unser Wunsch ist es, dass sich möglichst viele Menschen in ihrer Gemeinde für den Turmfalken und andere selten gewordene Tierarten engagieren, die in Städten und Dörfern zunehmend unter Wohnungsnot leiden", erläuterte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. "In Deutschland leben rund 50.000 der 350.000 Turmfalkenpaare Europas. Wir tragen darum eine besondere Verantwortung für ihren Fortbestand."

"Die Kirchen haben aus Verantwortung für die Schöpfung zu mehr Engagement im Umweltschutz aufgerufen. Mit dieser gemeinsamen Aktion wollen wir die Kirchengemeinden in Deutschland und ihre Mitglieder, die fast 55.000 Kirchtürme betreuen, erreichen. Viele wissen nicht, dass sie einen ganz praktischen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten können", sagte der Vorsitzende des Beratungsausschusses für das deutsche Glockenwesen, Kurt Kramer. Ziel sei es, über "tiergerechte" Sanierungen zu informieren und den Austausch mit den örtlichen NABU-Gruppen zu fördern. Der Beratungsausschuss sei als ökumenisches Gremium der beiden großen Kirchen u.a. mit der Erhaltung der Kirchtürme beauftragt.

 

Turmfalken nisten gerne an Kirchtürmen und anderen hohen Gebäuden, die ihnen mit einer Nische oder einer zugänglichen Öffnung Platz zum Brüten bieten. Bei eindrucksvollen Flugspielen, begleitet von intensiven Rufreihen, finden die Paare zusammen. Da sie kein eigenes Nest bauen, sind Brutplätze rar und oft hart umkämpft. Einem erfolgreich bezogenen Quartier bleiben sie dann oft jahrelang treu. Zwischen Mitte April und Mitte Mai legt das Weibchen meist fünf oder sechs Eier.

Während es rund vier Wochen brütet - und auch in der frühen Nestlingsphase der Jungen - schafft allein das Männchen die Nahrung herbei. Wiederum einen Monat nachdem die Küken geschlüpft sind, schwingt sich auch die neue Generation in die Lüfte
 

Presse dazu

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