Auf der Kirche in Frohse brüten Weißstörche

Die Kirchengemeinde St. Laurentii in Schönebeck- Frohse wurde 2010 mit der NABU-Plakette und Urkunde "Lebensraum Kirchturm" für Ihr Engagement im Artenschutz ausgezeichnet. Das seit Jahren von Weißstörchen besetzte Nest fällt auf dem Kirchendach besonders schnell auf. Nachfolgend Info´s zum Brutgeschehen der letzten Jahre. 

 

Zur Auszeichnung an sich ...siehe weiter unten!

Ein Kirche kann bedrohten Tieren helfen

Die Kirche St. Laurentii in Schönebeck-Frohse wurde 2010 ausgezeichnet - Ankündigung in der Volksstimme Schönebeck vom 15.03.2010
Die Kirche St. Laurentii in Schönebeck-Frohse wurde 2010 ausgezeichnet - Ankündigung in der Volksstimme Schönebeck vom 15.03.2010

 

Der NABU und die Kirchen in Deutschland engagieren sich gemeinsam für bedrohte Tierarten. Mit der ihrer Aktion "Lebensraum Kirchturm" richten die Vertreter des größten deutschen Naturschutzverbandes und der Kirchen einen Appell an ihre Mitglieder und Gemeinden, den immer seltener werdenden Turmfalken, Schleiereulen und Fledermäusen neue Lebensmöglichkeiten zu schaffen.

Etwa zwei Drittel aller Turmfalken zieht seinen Nachwuchs in Brutnischen an Kirchtürmen auf. Doch leider viel zu oft fehlt es den eleganten Fliegern an Nistmöglichkeiten. Häufig gehen diese bei Sanierungsarbeiten verloren, oder die Einfluglöcher und Nischen werden zur Abwehr von Tauben gezielt vergittert. Dabei halten gerade Turmfalken in vielen Fällen die Tauben von einer Besiedelung der Gebäude fern. Der NABU empfiehlt deshalb die Anbringung spezieller Turmfalken-Nistkästen, die außerhalb der Brutzeit, von August bis Februar, verschlossen werden können. 

 

Der Turmfalke als Vogel des Jahres 2007 soll auch Schleiereulen und Fledermäusen als Türöffner dienen. "Unser Wunsch ist es, dass sich möglichst viele Menschen in ihrer Gemeinde für den Turmfalken und andere selten gewordene Tierarten engagieren, die in Städten und Dörfern zunehmend unter Wohnungsnot leiden", erläuterte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. "In Deutschland leben rund 50.000 der 350.000 Turmfalkenpaare Europas. Wir tragen darum eine besondere Verantwortung für ihren Fortbestand."

"Die Kirchen haben aus Verantwortung für die Schöpfung zu mehr Engagement im Umweltschutz aufgerufen. Mit dieser gemeinsamen Aktion wollen wir die Kirchengemeinden in Deutschland und ihre Mitglieder, die fast 55.000 Kirchtürme betreuen, erreichen. Viele wissen nicht, dass sie einen ganz praktischen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten können", sagte der Vorsitzende des Beratungsausschusses für das deutsche Glockenwesen, Kurt Kramer. Ziel sei es, über "tiergerechte" Sanierungen zu informieren und den Austausch mit den örtlichen NABU-Gruppen zu fördern. Der Beratungsausschuss sei als ökumenisches Gremium der beiden großen Kirchen u.a. mit der Erhaltung der Kirchtürme beauftragt.

 

Turmfalken nisten gerne an Kirchtürmen und anderen hohen Gebäuden, die ihnen mit einer Nische oder einer zugänglichen Öffnung Platz zum Brüten bieten. Bei eindrucksvollen Flugspielen, begleitet von intensiven Rufreihen, finden die Paare zusammen. Da sie kein eigenes Nest bauen, sind Brutplätze rar und oft hart umkämpft. Einem erfolgreich bezogenen Quartier bleiben sie dann oft jahrelang treu. Zwischen Mitte April und Mitte Mai legt das Weibchen meist fünf oder sechs Eier.

Während es rund vier Wochen brütet - und auch in der frühen Nestlingsphase der Jungen - schafft allein das Männchen die Nahrung herbei. Wiederum einen Monat nachdem die Küken geschlüpft sind, schwingt sich auch die neue Generation in die Lüfte
 

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